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Hygienemaßnahmen

Demenz: Damit der Mundschutz keine Angst macht

17.04.2020
Besonders Menschen mit Demenz könnte es irritieren, wenn Betreuungskräfte plötzlich einen Mundschutz tragen oder sie selbst einen tragen sollen. Wer das Thema positiv aufgreift, kann sogar für Heiterkeit sorgen.

<paragraph align="right">Foto: AdobeStock/lubo</paragraph>

Besonders Menschen mit Demenz könnte es irritieren, wenn Betreuungskräfte plötzlich einen Mundschutz tragen oder sie selbst einen tragen sollen. Wer das Thema positiv aufgreift, kann sogar für Heiterkeit sorgen.

Foto: AdobeStock/lubo

Mitarbeiter betreuen Bewohner zunehmend mit Mundschutz, soweit vorhanden, um sie vor einer Infektion zu schützen. Um Verwirrung und Ängste zu mildern, können Betreuende aus der Not eine Tugend machen. Aktivieren-Autorin Marie Krüerke zeigt auf, wie Teams das Maskentragen positiv thematisieren.

 Masken-Theater

Durch das Corona-Virus tragen die meisten Betreuenden Gesichtsmasken, um die Senioren vor unbewusster Übertragung und sich selbst von Ansteckung zu schützen. Dies führt bei vielen Menschen mit demenziellen Veränderungen zu starker Irritation oder Angst, weil die Mimik verborgen ist und sie die Betreuungskräfte nicht mehr erkennen.
Eine Möglichkeit ist, morgens bei der Begrüßung im Stuhlkreis einmal die Maske abzunehmen und allen bewusst (auf eine gewisse Entfernung) zuzuwinken, damit die Senioren wissen, wen sie vor sich haben.
Eine andere Möglichkeit thematisiert die Maske ganz explizit, in dem wir Handpuppen oder Kasperle zu Hilfe nehmen. Das Kasperle kann fragen, was "dieses dämliche Verstecken" soll und nach der Erklärung selbst probeweise eine Maske tragen. Kaspertheater-Figuren mit geschnitzten Holzköpfen und Kleidern aus Stoff, die die Hand verbergen, kennen die Senioren gut und wecken positive Erinnerungen. Vielleicht hat eine Bewohnerin einige Schätze in einer privaten Theaterkiste, die sie ausleiht und mit denen kleine Stücke aufgeführt werden dürfen? Auch der Besuch am Bett mit Polizist und Krokodil oder Prinzessin und Oma sorgen für Aufmunterung und Ablenkung.
Kleine Theaterstücke können den Mangel an kulturellen Ereignissen durch die ausfallenden Veranstaltungen von externen Künstlern aufwiegen. Ein Fünf-Minuten-Stück, gern völlig improvisiert und mit sehr einfachem Inhalt, eignet sich als wiederkehrendes Ritual, um Abwechslung zu bringen.

Mögliche Inhalte für ein Kaspertheater

Das Virus geht um:
Gretel fragt, warum alle so vermummt herumlaufen und niemand sie besucht. Hänsel erklärt, dass draußen ein Virus unterwegs ist (grausliges Heulen hinter den Kulissen, um das Virus zu symbolisieren) und deshalb die BetreuerInnen eine Maske zum Schutz tragen. Außer den Betreuenden darf leider niemand kommen, bis das Virus erledigt ist (noch einmal unheimliches Jaulen aus den Kulissen). Hänsel und Gretel stimmen zur Aufmunterung ein Lied an ("Das Wandern ist des Müllers Lust", "Im Frühtau zu Berge" o.ä.)

Der Diebstahl:
Das Krokodil hat Omas Gebiss gestohlen, die Oma jammert und schreit, der Polizist jagt das Krokodil und bringt der Oma das Gebiss zurück. Nach dem gleichen Prinzip kann eine Socke gestohlen werden, eine Perlenkette oder ein Lieblingsbuch.

Nahrungssuche:
Hänsel und Gretel sind unterwegs im Wald, um etwas zu essen zu sammeln. Dabei finden sie alle möglichen Dinge, die sie ausprobieren: Dazu werden diverse Requisiten, die sich auf die Schnelle einsammeln und verwenden lassen, eingesetzt. Die Frage lautet immer: "Ist das eine Zutat für unser Mittagessen / Kann man das essen?" und alle SeniorInnen rufen "Neeeeiiiin!"
Ein bimmelndes Glöckchen klingt ganz wunderbar, stillt aber nicht den Hunger. Eine Tannenbaumkugel ist gerade völlig deplaziert. Ein Waschlappen ist praktisch, da kann man ja Pilze drin sammeln, eignet sich aber selbst nicht als Nahrung, usw.

Der vertrackte Telefon-Anruf:
Die Prinzessin ruft den Polizisten an, der ständig alles falsch versteht. Sie diskutieren eine Weile sehr albern und sinnlos hin und her, bis dem Polizisten einfällt, dass er sich gestern mit Zwiebelsaft getränkte Watte in die Ohren gesteckt hat, weil er in der Nacht Ohrenschmerzen hatte.

Werbung:
Sehr beliebt ist das Singen von alten Werbeslogans, die die SeniorInnen erinnern. Das Krokodil besingt das Waschpulver, der Polizist die Nivea-Creme, die Prinzessin die Rama-Magerine, dann sind die SeniorInnen an der Reihe: Wer soll auftreten und für welches Produkt Werbung machen?

Weitere Betreuungsideen von Marie Krüerke finden Sie in der Ideendatenbank von AktivierenPlus. Abonnenten haben nach einmaliger Registrierung automatisch Zugriff.

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