Bitte warten Sie.'

Die Seite wird geladen.'


Sie sind hier:

Home Infopool Nachrichten Betreuung Schwerhörigkeit erhöht Demenzrisiko

Studie

Schwerhörigkeit erhöht Demenzrisiko

09.12.2019
Wer sich wegen Hörbeeinträchtigungen aus dem sozialen Leben zurückzieht, entwickelt auch leichter eine Depression – für sich wiederum ein Risikofaktor für eine Demenz.

<paragraph align="right">Foto: Werner Krüper</paragraph>

Wer sich wegen Hörbeeinträchtigungen aus dem sozialen Leben zurückzieht, entwickelt auch leichter eine Depression – für sich wiederum ein Risikofaktor für eine Demenz.

Foto: Werner Krüper

Wer im fortgeschrittenen mittleren Alter schwer hört, hat später ein höheres Risiko für Demenz. Hierfür gebe es handfeste neue Belege, sagte Robert Perneczky vom Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität zum Auftakt des Demenz-Kongresses ResDem in München mit rund 200 Wissenschaftlern aus aller Welt.

"Wir wissen mittlerweile auch, dass der Einsatz von Hörhilfen eine günstige, wirksame Methode ist, um die geistigen Fähigkeiten zu verbessern und eventuell auch das Demenzrisiko zu senken", sagte der Psychiater und Leiter des Alzheimer Therapie- und Forschungszentrums an dem Klinikum. Menschen, die von Geburt an taub seien oder in jungen Jahren einen Gehörverlust erlitten, haben laut Perneczky aber eher kein generell erhöhtes Demenzrisiko.

Eine relativ neue Studie aus Taiwan mit Gesundheitsdaten von rund 16 000 Menschen zeigt, dass insbesondere hörbeeinträchtigte Menschen, die zwischen 45 und 64 Jahren alt sind, ein höheres Demenzrisiko haben als Gleichaltrige ohne Hörschwierigkeiten. "In der Liste der neuen Risikofaktoren ist Schwerhörigkeit im mittleren Lebensalter der wichtigste Faktor", sagte Perneczky.

Warum eine unbehandelte Schwerhörigkeit später das Risiko von Demenz und kognitivem Verfall erhöht, ist nicht ganz klar. Zum einen ziehen sich Menschen, die schlecht hören, oft aus ihrem Sozialleben zurück - und haben so weniger Impulse für das Gehirn. Ein Grund könnte sein, dass ein Mangel an auditiven Reizen die Hirnaktivität senkt und das Gehirn nicht trainiert wird. Eine andere These geht umgekehrt davon aus, dass das ständige Analysieren von Geräuschen über die Jahre hinweg für das Gehirn einen enormen Kraftakt bedeutet und die Überforderung anfälliger macht für Demenz.

Videotipp: Memory-Spiel für die Ohren

Facebook

Verwandte Artikel:

Mit Wissen über Demenz Unsicherheit abbauen

Produkt

Psychische Gesundheit pflegen

Produkt

Demenz und Depression

Kommentare (0)
Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben

Sie sind nicht eingeloggt

registrieren

Aktuelle Ausgabe

AP_01_2020_Titel_140x200px_rgb
Januar 2020

Neue Ausbildung
Lernorte Schule und Praxis verbinden

Abo

Downloads

Weitere Zeitschriften

Verlagsbereich Altenhilfe

Verlagsbereich Altenhilfe

Partner für die Altenhilfe

Altenheim Logo

Altenheim Online

Lösungen fürs Management von Pflegeheimen

CAREkonkret Logo

CAREkonkret

Die Wochenzeitung für Entscheider in der Pflege

Häusliche Pflege Logo

Häusliche Pflege Online

Pflegedienste besser managen.

CareInvest

CAREInvest

Der Branchendienst des Pflegemarkts