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Neue Testverordnung des Bundesministeriums für Gesundheit

DBfK: "Handlungshilfe lässt viele Fragen offen"

23.10.2020
Stefan Werner, Vizepräsident des DBfK, bemängelt, dass für die Einrichtungen noch vieles unklar ist.

Foto: DBfK

Stefan Werner, Vizepräsident des DBfK, bemängelt, dass für die Einrichtungen noch vieles unklar ist.

Foto: DBfK

Seit dem 15. Oktober gilt die neue Testverordnung ( wir berichteten) des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG). Nach Ansicht des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK) lässt die zugehörige Handlungshilfe des BMG zur Erstellung eines einrichtungsbezogenen Testkonzepts noch viele Fragen offen.

Im Zuge der nationalen Teststrategie werden nun auch Antigen-Schnelltests für Gesundheitseinrichtungen vorgesehen. Damit sollen die Pflegebedürftigen, Besucherinnen und Besucher sowie das Personal getestet werden können. Die Einrichtungen müssen ein eigenes Testkonzept vorlegen, um die Tests aus Mitteln des Gesundheitsfonds erstattet zu bekommen.

"Es wurde dringend Zeit, dass für den Pflegebereich eine Teststrategie entwickelt wird", sagt Stefan Werner, Vizepräsident des DBfK. "Es ist aber weiterhin noch vieles unklar. Die Verordnung und die dazugehörige Handlungshilfe fordert viel Geschick von den Leitungen der Einrichtungen und der ambulanten Dienste. Insbesondere der immense Personalaufwand bei vielen Tests ist weder organisierbar noch finanzierbar."

Für eine sinnvolle Teststrategie ist es laut DBfK wichtig, dass es verlässliche Schnelltests gibt. Daneben komme es darauf an, dass die Testabstriche korrekt erfolgen. Hier müssten Schulungen für die Mitarbeitenden angeboten werden. Aus Sicht des DBfK brauchen die Einrichtungen Unterstützung bei der Umsetzung. "Wenn Pflegefachpersonen beispielsweise eine Besucherin testen und das Ergebnis positiv ist, muss sie das Ergebnis an das zuständige Gesundheitsamt melden. Hier wird ein schnelles und unbürokratisches Meldesystem gebraucht, das datenschutzkonform ist. Außerdem müssen die Personen Informationen bekommen, wie sie sich nun verhalten müssen. Schließlich dürfen die Testungen nicht dazu führen, dass es zu Einbußen in der Versorgung der Menschen mit Pflegebedarf kommt, da die Tests nur von Pflegefachpersonen durchgeführt werden dürfen", gibt Werner zu bedenken.

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