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Stationäre Pflege

Datenauswertungsstelle hat planmäßig Betrieb aufgenommen

10.10.2019
Pflegeheime erheben künftig regelmäßig im Abstand von sechs Monaten Indikatorendaten bei ihren Bewohnern und übermitteln diese an die DAS Pflege.

<paragraph align="right">Foto: AdobeStock</paragraph>

Pflegeheime erheben künftig regelmäßig im Abstand von sechs Monaten Indikatorendaten bei ihren Bewohnern und übermitteln diese an die DAS Pflege.

Foto: AdobeStock

Seit 1. Oktober 2019 ist für den Bereich der vollstationären Pflegeeinrichtungen ein neues Qualitätssystem am Start.

Es besteht aus:

  • Qualitätsindikatoren, die für Pflegeeinrichtungen bundesweit erstmalig zur Anwendung kommen
  • neu konzipierten Qualitätsprüfungen, die von den Medizinischen Diensten und dem Prüfdienst der Privaten Pflegeversicherung e.V. im Auftrag der Landesverbände der Pflegekassen durchgeführt werden und
  • einer vollständig überarbeiteten Qualitätsdarstellung, die die Pflegenoten ablösen wird.

Pflegeheime erheben zukünftig regelmäßig in einem Abstand von sechs Monaten Indikatorendaten bei ihren Bewohnerinnen und Bewohnern und übermitteln die Indikatorendaten an eine fachlich unabhängige Institution gemäß § 113 Abs. 1b SGB XI (Datenauswertungsstelle; DAS Pflege). Die DAS Pflege führt eine statistische Kontrolle der Daten durch, berechnet die Indikatorenergebnisse und stellt die Auswertungen den Pflegeeinrichtungen, den Prüfinstitutionen und den Landesverbänden der Pflegekassen für die Qualitätsdarstellung zur Verfügung.

Das aQua-Institut wurde am 12.02.2019 vom Qualitätsausschuss Pflege als Datenauswertungsstelle beauftragt und hat pünktlich zum 1. Oktober 2019 den regulären Betrieb aufgenommen. Nahezu 90 Prozent der zugelassenen vollstationären Pflegeeinrichtungen in Deutschland haben sich bereits online bei der Datenauswertungsstelle registriert. Das Verfahren sieht vor, dass die Einrichtungen ab dem 1. Oktober 2019 ihre erhobenen Daten übermitteln können. Alle Einrichtungen sind dabei verpflichtet, bis zum 30. Juni 2020 mindestens einmal den anhand des indikatorengestützten Verfahrens erhobenen Datensatz zu übermitteln.

Ab Juli des kommenden Jahres nimmt die DAS Pflege zweimal jährlich von jeder Einrichtung die pseudonymisierten Versorgungsdaten von Bewohnern und Bewohnerinnen entgegen. Diese Daten werden ausgewertet und als Versorgungsergebnisse bzw. als sogenannte Indikatoren für jede Pflegeeinrichtung berechnet und im Vergleich zu den Ergebnissen anderer Einrichtungen bewertet.

Diese Daten bilden die Basis für die interne Qualitätsentwicklung der Einrichtungen, werden auch für die externen Qualitätsprüfungen genutzt und fließen gleichzeitig in die neue Vergleichsdarstellung zur Qualität in der Pflege ein.

 

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