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Psychopharmaka und andere freiheitsentziehende Maßnahmen

Der Deutsche Ethikrat schlägt Alarm

26.05.2017
Der Deutsche Ethikrat hat die Zahl verabreichter Psychopharmaka in Altenpflegeheimen stark kritisiert.

<paragraph align="right">Foto: Krüper</paragraph>

Der Deutsche Ethikrat hat die Zahl verabreichter Psychopharmaka in Altenpflegeheimen stark kritisiert.

Foto: Krüper

Ruhigstellende Psychopharmaka, Bettgitter, Fixiergurte: die Bandbreite an Zwangsmaßnahmen, die Menschen in Pflegeeinrichtungen in ihrer Freiheit einschränken oder ihnen diese sogar nehmen, ist groß. Jetzt hat, wie der Bayerische Rundfunk (BR) meldet, der Deutsche Ethikrat gegen diese Art "wohltätigen Zwangs" Alarm geschlagen.

Dr. Sigrid Graumann, Mitglied des Ethikrates und Professorin für Ethik am Fachbereich Heilpädagogik und Pflege an der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe (evh) in Bochum, kritisiert – neben Zwangsmaßnahmen in der Kinder- und Jugendhilfe – besonders die Medikamentengabe in Altenpflegeheimen. Es müsse viel stärker überprüft werden, ob die jeweiligen Verordnungen überhaupt notwendig seien. Und es müsse stärker als bisher nach Alternativen gefragt werden.

Zwangsmaßnahmen sind nach Ansicht der Ethikprofessorin vertretbar, wenn es um schwere Selbstgefährdung geht und die Betroffenen selbst das nicht abschätzen können. Personalmangel als Grund für die Gabe von Medikamenten aber ist nach ihrer Ansicht ein "no go", in der Praxis jedoch häufig der Fall.

Graumann kündigte an, dass der Deutsche Ethikrat demnächst eine Stellungnahme zum Thema Freiheitsentziehender Maßnahmen (FEM) veröffentlichen werde. Ziel sei es, Politik und Pflegeeinrichtungen dafür zu sensibilisieren, dass Zwangsmaßnahmen nur die ultima ratio sein dürfen.

Der Deutsche Ethikrat ist ein unabhängiger Sachverständigenrat, der "die ethischen, gesellschaftlichen, naturwissenschaftlichen, medizinischen und rechtlichen Fragen sowie die voraussichtlichen Folgen für Individuum und Gesellschaft verfolgt, die sich im Zusammenhang mit der Forschung und den Entwicklungen insbesondere auf dem Gebiet der Lebenswissenschaften und ihrer Anwendung auf den Menschen ergeben". Die 26 Mitglieder des Gremiums werden je zur Hälfte von der Bundesregierung und vom Bundestag und vom Bundestagspräsidenten berufen.

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