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Roboter in der Pflege

Experte fordert "breite gesellschaftliche Diskussion"

18.05.2017
Ob Kommunikationsroboter oder Emotionsroboter wie die Pflegerobbe "Paro": Pflegewissenschaftler Hartmut Remmers plädiert für eine breite gesellschaftliche Diskussion über den Einsatz von Therapie- und Pflegerobotern.

<paragraph align="right">Foto: Ernert</paragraph>

Ob Kommunikationsroboter oder Emotionsroboter wie die Pflegerobbe "Paro": Pflegewissenschaftler Hartmut Remmers plädiert für eine breite gesellschaftliche Diskussion über den Einsatz von Therapie- und Pflegerobotern.

Foto: Ernert

Dr. Hartmut Remmers, Professor für Pflegewissenschaften an der Universität Osnabrück, hat im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd) eine breite gesellschaftliche Diskussion über den Einsatz von Therapie- und Pflegerobotern gefordert.

Roboter, die Kranke aus dem Bett heben könnten, oder computergelenkte Wagen zum Transport von Pflegeutensilien könnten dem Pflegepersonal die Arbeit erleichtern. Allerdings sieht Remmers, Leiter der Abteilung für Pflegewissenschaft an der niedersächsischen Hochschule, auch die andere Seite der Medaille. Wenn nämlich derartige Technologien oder deren Weiterentwicklungen dazu führten, dass Personal abgebaut und die Pflege am Bewohner bzw. Patienten reduziert werde, dann sei das aus seiner Sicht "nicht mehr akzeptabel".

Auch den Einsatz von Emotionsrobotern wie etwa der Pflegerobbe "Paro" sehe er kritisch. Die ist mit einem kuscheligen Kunstfell ausgestattet, bewegt sich, gibt Laute von sich und wird vor allem in der Arbeit mit demenzkranken Menschen eingesetzt. In einer Gruppe sorge "Paro" durchaus für Erheiterung und Kommunikation untereinander, meint Remmers: "Aber einen alten Menschen damit alleine in sein Zimmer zu setzen, das lehne ich ab."

Mit Kollegen von der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) hat der Pflegewissenschaftler Anfang 2017 im Auftrag des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag ein Gutachten erstellt über den Einsatz von autonomen Assistenzsystemen in der Pflege.

In die Diskussion müssten vor allem die Pflegeberufe mit einbezogen werden, fordert Remmers. Schon in der Ausbildung müsse der Umgang mit technischen Hilfsmitteln stärker als bislang thematisiert werden, weil es auch um das Selbstverständnis des Berufs gehe. Der Professor plädiert vor diesem Hintergrund für die Gründung von Ethik-Komitees zumindest in großen Pflegekonsortien und auch in Einrichtungen von Diakonie und Caritas.

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