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SARS-CoV-2

Bundesländer schließen Tagespflegeeinrichtungen und bieten Notprogramme an

23.03.2020
Es ist davon auszugehen, dass weitere Bundesländer ihre Tagespflegeeinrichtungen schließen und ihrerseits Angebote für eine Notbetreuung unterbreiten werden.

Foto: iStock/Heiko119

Es ist davon auszugehen, dass weitere Bundesländer ihre Tagespflegeeinrichtungen schließen und ihrerseits Angebote für eine Notbetreuung unterbreiten werden.

Foto: iStock/Heiko119

In zahlreichen Bundesländern haben die Landesregierungen inzwischen auch die Schließung von Tagespflegeeinrichtungen verfügt – so unter anderem in Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen.

Ziel ist eine größtmögliche Kontaktreduzierung, um die Tagespflegegäste vor einer Infektion und dem besonders für ältere und kranke Menschen erhöhten Risiko für einen schwereren Krankheitsverlauf zu schützen. Für die Tagespflegegäste, die nicht auf Angehörige zurückgreifen können und auf eine Betreuung zwingend angewiesen sind, bieten die Länder verschiedene Lösungen: So gibt es in Niedersachsen eine Betreuung in kleinen Notgruppen, die aber, so heißt es ausdrücklich, "auf das notwendige Maß zu begrenzen" sei. Mecklenburg-Vorpommern sieht vor, dass die Betreuung "für die Zeit der üblichen Inanspruchnahme der Leistungen der Tagespflegeeinrichtung in der eigenen Häuslichkeit durch Angestellte der Tagespflegeeinrichtungen, Angehörige der pflegebedürftigen Person oder ambulante Pflegedienste sicherzustellen" sei.

Es ist davon auszugehen, dass weitere Bundesländer ihre Tagespflegeeinrichtungen schließen und ihrerseits Angebote für eine Notbetreuung unterbreiten werden. Da sich die Lage täglich verändert, sind aktuelle Informationen am besten direkt über die Träger und Inhaber der Tagespflegeeinrichtungen oder über die jeweiligen Bürgertelefone und Hotlines der Bundesländer  zu bekommen.

Alle Bundesländer haben für ihre Bürger Informations-Hotlines zu COVID-19 geschaltet
Die Bundesländer und ihre Landesgesundheitsämter haben für ihre Bürger allgemeine Info-Hotlines eingerichtet, um individuelle Fragen rund um das Thema COVID-19 zu beantworten. Die Hotlines sind in der Regeln zwischen 9 und 18 Uhr freigeschaltet und in vielen Bundesländern auch am Wochenende erreichbar. Zum Teil haben die Länder – so zum Beispiel Hessen und Nordrhein-Westfalen – auch getrennte Rufnummern zu verschiedenen Themen geschaltet, wie gesundheitliche Fragen, Informationen für Arbeitgeber, Kurzarbeitergeld, Liquiditätshilfen. Diese Detail-Informationen entnehmen Sie bitte den Webseiten der jeweiligen Länder. Des Weiteren bieten auch einzelne Städte, Landkreise und Kommunen kostenlose Telefonnummern an.
•    Bayern: 09131 / 6808-5101
•    Berlin: Hotline: 030 / 90282828
•    Baden-Württenberg: 0711 / 904-39555
•    Brandenburg: 0331 / 8683 777
•    Bremen: 115
•    Hamburg: 428 / 284 000
•    Hessen: 0800 / 5554666
•    Mecklenburg-Vorpommern: 0385 / 58819995 und 0385 / 58819997
•    Niedersachsen: 0511 / 1206000
•    Nordrhein-Westfalen: 0211 / 91191001
•    Rheinland-Pfalz: 0800 / 5758100
•    Saarland: 0681 / 5014422 und per Mail lagezentrum@soziales.saarland.de
•    Sachsen: 0351 / 56455860 und per Mail corona-av@sms.sachsen.de
•    Sachsen-Anhalt: 0391 / 2564222 und 0340 / 6501222
•    Schleswig-Holstein: 0431 / 79 70 00
•    Thüringen: 0361 / 573411500 und 0800 / 534 56 76
Bei einem konkreten Infektionsverdacht ist bundesweit die Arzt-Hotline der kassenärztlichen Vereinigung unter 116117 zu erreichen.

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