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GPS-Ortungsgeräte bei Demenz

Mehr Bewegungsfreiheit durch Technik

20.10.2014
Foto: Werner Krüper

Foto: Werner Krüper

Das Stiftungsdorf Blumenkamp der Bremer Heimstiftung setzt GPS-Geräte bei desorientierten Demenzbetroffenen ein – und hat damit gute Erfahrungen gemacht.

GPS-Geräte können per Satellit sehr genau anzeigen, an welchem Ort sich ein an Demenz erkrankter Mensch befindet. Die Position wird dann einer Notrufzentrale gemeldet, die mit der Einrichtung in Kontakt tritt. Die aktuelle Rechtsprechung zum Thema Ortungsgeräte für demenzkranke Menschen, die in einem Pflegeheim wohnen, besagt, dass der Einsatz von Ortungsgeräten noch keine freiheitsentziehende Maßnahme, sondern eine Beaufsichtigungsmaßnahme ist. Somit bedarf es auch nicht der Genehmigung durch ein Gericht, sondern lediglich der Zustimmung des Betreuers. Der Einsatz solcher Geräte wird dann zur freiheitsentziehenden Maßnahme, wenn sie genutzt werden, um die Betroffenen am Verlassen der Einrichtung zu hindern. Da GPS-Geräte in der Praxis dazu dienen, dass Menschen sich aus den Einrichtungen entfernen und so ihrem Bewegungsdrang nachkommen, ist eine Genehmigung nicht notwendig.

Die Sicht der Pflegenden

Viele Pflegende haben bereits die Situation erlebt, dass ein an Demenz erkrankter Mensch die Einrichtung verlassen wollte und sie kein gutes Gefühl dabei hatten, da dieser bezüglich Zeit, Ort und/oder Person nicht orientiert war. Oft wird die Angst geäußert, dass demjenigen etwas passieren könnte und die Schuld dann beim Personal gesucht werde. Ebenso besteht die Angst, dass die Pflegenden sich selbst Vorwürfe machen könnten. Mit dem GPS-Gerät haben Bewohner die Freiheit, sich zu bewegen wohin sie möchten, ohne die Sicherheit zu verlieren, dass ihnen Hilfe zuteilwerden kann – auch außerhalb des geschützten Rahmens der Einrichtung.

Den Pflegenden des Stiftungsdorfs Blumenkamp, die GPS-Geräte erfolgreich einsetzen, ist es wichtig, bei jedem Bewohner individuell abzuwägen, ob sich seine Sicherheit und seine persönliche Freiheit durch ein solches Gerät verbessert. Aus Sicht des Pflegenden kann ein GPS-Gerät für einige Bewohner einen eindeutigen Zuwachs an Lebensqualität bedeuten.

Wie sich der Informationsfluss gestaltet, der durch die GPS-Geräte ausgelöst wird, und welche Praxiserfahrungen die Stiftungsdorf Blumenkamp mit Bewohnern und Angehörigen gemacht hat, können Sie in der Oktoberausgabe von Altenpflege nachlesen.

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