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Dienstplanung im Pflegeheim

Pflegekräfte mit Arbeitszeitmodell der DSG zufrieden: Sieben Tage arbeiten, sieben Tage frei

23.07.2014
Das 7/7-Arbeitszeitmodell hat für Mitarbeiter und Bewohner Vorteile. Schichtwechsel sind seltener, so dass die Mitarbeiter ihre Bewoner eine Woche lang kontinuierlich betreuen können. Foto: DSG

Das 7/7-Arbeitszeitmodell hat für Mitarbeiter und Bewohner Vorteile. Schichtwechsel sind seltener, so dass die Mitarbeiter ihre Bewoner eine Woche lang kontinuierlich betreuen können. Foto: DSG

Ein neues Arbeitszeitmodell der DSG Deutsche Seniorenstift Gesellschaft hat seine erste Probe bestanden. Das Unternehmen zieht eine positive Bilanz und will das Modell der 7/7-Arbeitszeit ausweiten, so Unternehmenssprecher Thomas Weiß in einem Gastbeitrag auf Altenpflege Online.

Text: Thomas Weiß

Mit wechselnden Dienstzeiten, wie sie im stationären Pflegebereich üblich sind, ist es schwer, Familie und Beruf "unter einen Hut" zu bringen. Zudem gibt es das unvorhersehbare Einspringen, wenn Kollegen erkranken – die Freizeit lässt sich in der Regel nicht gut planen. Dies geht langfristig zulasten der Attraktivität des Berufs und der Zufriedenheit. Dass es auch anders geht, zeigt das neue Arbeitszeitmodell der hannoverschen DSG Deutsche Seniorenstift Gesellschaft, Betreiber von aktuell 19 Pflegeheimen und 7 Einrichtungen für Betreutes Wohnen in Nord- und Ostdeutschland. Das neue Modell wurde Ende 2010 mit Zustimmung der Mitarbeiter testweise für drei Monate in einer DSG-Einrichtung in Hoppegarten-Hönow (bei Berlin) eingeführt, wo es zuvor eine 5,5-Tage-Woche gegeben hatte. Aufgrund der positiven Erfahrungen und dem Wunsch der Mitarbeiter entsprechend wurde das 7/7-Arbeitszeitmodell schließlich beibehalten. Es wird sukzessive auch in anderen Einrichtungen des Pflegeheimbetreibers vorgestellt. In zwei weiteren DSG-Häusern befindet es sich bereits in der Erprobung.

In Anlehnung an das Zwei-Schichten-Modell von Feuerwehr und Polizei sorgt das neue Pflege- Arbeitszeitmodell für feste Dienstzeiten und eine planbare Freizeit. Einspringen entfällt nahezu vollständig. Bei der Regelung "7/7-Arbeitszeitmodell" wechseln sich nämlich einwöchige Dienste (sieben Tage am Stück mit jeweils zehn Stunden) mit einer komplett dienstfreien Woche ab. Bei einer 35-Stunden-Woche wird das Arbeitspensum von zwei Wochen auf diese Weise in nur einer Woche absolviert – die darauf folgende Woche gehört der Familie und Freunden, dient der Erholung und eigenen Freizeitaktivitäten. Wer eine 40-Stunden-Woche hat, für den gibt es zusätzlich einen administrativen Tag in der dienstfreien Zeit, der vorrangig für die Dokumentation genutzt wird. Im Krankheitsfall eines Kollegen springen dann meistens die Mitarbeiter ein, die für ihren Dokumentationstag sowieso im Haus sind.

Was bringt der Ansatz des 7/7-Arbeitszeitmodells?

Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass das 7/7-Arbeitszeitmodell für alle Beteiligten Vorteile bringt. Die Mitarbeiter im Pflegebereich profitieren von der besseren Work-Life-Balance. Für sie wiegen der Erholungsfaktor in den Freiwochen und die persönliche Planbarkeit stärker als die Mehrbelastung während der Dienstphasen. Sie schätzen außerdem die Möglichkeit, zwei dienstfreie Wochen mit einer Urlaubswoche zu einem dreiwöchigen Urlaub zu kombinieren – und das gleich mehrfach im Jahr. Es gibt weniger Zeitdruck, weil sich die Erledigung der Aufgaben besser über den Tag verteilen lässt. Zudem kommt ein nicht unerheblicher Kostenvorteil zum Tragen, da sich durch die reduzierte Anzahl der jährlichen Arbeitstage Wegekosten minimieren.

Die Bewohner der Senioreneinrichtungen wiederum profitieren von der höheren Kontinuität in der Betreuung. Es entsteht weniger Unruhe durch Mitarbeiterwechsel. Zudem ist die Gefahr kleiner, dass Informationen, die ihre Pflege betreffen, bei Übergaben verloren gehen. Die längere Anwesenheit ermöglicht darüber hinaus, dass menschliche Aspekte der Betreuung in den Vordergrund rücken, während Pflege im engeren Sinne in den Hintergrund tritt. Wesentlicher Vorteil auf Arbeitgeber- und Managementebene ist, dass sich die Dienstplanung vereinfacht und per Rahmendienstplan das gesamte Jahr durchplanen lässt. Konflikte zwischen Mitarbeitern der Früh- und Spätschicht, was die Verrichtung von Tätigkeiten angeht, gehören der Vergangenheit an.

Wer sich näher für das 7/7-Arbeitszeitmodell interessiert: Ein Leitfaden erläutert die Details und gibt Tipps für die Umsetzung. Qualitätsverantwortliche und Pflegefachkräfte kommen mit ihren Erfahrungen ebenso zu Wort wie Einrichtungsbewohner und deren Angehörige.

Zum Autor: Thomas Weiß ist Kommunikationsverantwortlicher der Deutschen Seniorenstift Gesellschaft mbH & Co. KG mit Sitz in Hannover.

DSG gewinnt Altenheim Zukunftspreis 2013

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Weiterführende Links:

Leitfaden zum Arbeitszeitmodell der Deutschen Seniorenstift Gesellschaft

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