Bitte warten Sie.'

Die Seite wird geladen.'


Sie sind hier:

Home Infopool Nachrichten Positionspapier kritisiert Praxisanleitung...

Hessen

Positionspapier kritisiert Praxisanleitung in der Pflege

12.11.2019
Irena Schumann empfindet den Zustand der Praxisanleitung in der Pflege als besorgniserregend

<paragraph align="right">Foto: Toni Hoffmann</paragraph>

Irena Schumann empfindet den Zustand der Praxisanleitung in der Pflege als besorgniserregend

Foto: Toni Hoffmann

Praxisanleiter sind wegen fehlender Ressourcen überlastet, kritisiert der Landesverband Hessen des Berufsverbands Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe (BLGS) in einem Positionspapier. Er sieht in der praktischen Ausbildung in den Pflegeberufen gravierende Fehlentwicklungen, die sowohl Auszubildende als auch Pflegebedürftige gefährden.

Laut BLGS Hessen werden Auszubildende in Pflegeberufen unzureichend an ihre beruflichen Aufgaben herangeführt. Häufig würden sie so eingesetzt, dass sie personale Engpässe der Pflegeeinrichtungen kompensieren – ungeachtet ihres jeweiligen Ausbildungsstands. Zudem würden Anleitungssituationen in vielen Fällen durch Mitarbeiter des Pflegedienstes durchgeführt, die keine Qualifikation als Praxisanleiter haben. Somit sei die Anleitung oftmals unstrukturiert, ungeplant und unprofessionell.

Irena Schumann, Vorstandsmitglied des BLGS Hessen, stellte das Positionspapier am Montag auf dem bundesweiten Praxisanleitertreffen "Netzwerk Praxisanleitung" vom BLGS in Kassel vor. Wie gravierend das Problem aus ihrer Sicht ist, verdeutlichte Schumann anhand einer Analogie zur Automobilindustrie: "Stellen Sie sich einmal vor, sie würden ein Auto kaufen und erfahren, dass bei dessen Produktion nur zu 25 Prozent der Zeit ein Facharbeiter anwesend war und der Großteil von einem Azubi ohne fachliche Betreuung gemacht wurde. Würden Sie mit diesem Auto fahren? In der Pflege ist das die gängige Praxis."

Der BLGS fordert in seinem Positionspapier, Praxisanleiter für die gesetzlich vorgeschriebene Praxisanleitung verbindlich freizustellen. Zudem sollten ausreichende Zeitfenster für die Vor- und Nachbereitung der Praxisanleitung sowie für administrative Tätigkeiten zur Verfügung stehen. Anleitungszeiten sollten außerdem im Dienstplan gekennzeichnet sein. Darüber hinaus sei eine attraktivere Vergütung für Praxisanleiter erforderlich.

Mehr zum Thema: Einen Beitrag über Praxisanleitung und die Anforderungen durch die neue Pflegeausbildung lesen Sie in der Oktober-Ausgabe von Altenpflege.

Facebook
Kommentare (1)
Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben

Sie sind nicht eingeloggt

registrieren

Aktuelle Ausgabe

AP_11_2019_Titel
November 2019

Digitalisierung
Der Zukunft zugewandt

Abo

Downloads

Weitere Zeitschriften

Verlagsbereich Altenhilfe

Verlagsbereich Altenhilfe

Partner für die Altenhilfe

Altenheim Logo

Altenheim Online

Lösungen fürs Management von Pflegeheimen

CAREkonkret Logo

CAREkonkret

Die Wochenzeitung für Entscheider in der Pflege

Häusliche Pflege Logo

Häusliche Pflege Online

Pflegedienste besser managen.

CareInvest

CAREInvest

Der Branchendienst des Pflegemarkts