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MDS-Grundsatzstellungnahme

Professionen in der Demenzbegleitung stärken und vernetzen

06.12.2019
Die Zahl der demenziell veränderten Menschen in Deutschland steigt.

<paragraph align="right">Foto: Werner Krüper</paragraph>

Die Zahl der demenziell veränderten Menschen in Deutschland steigt.

Foto: Werner Krüper

Immer mehr Menschen sind von Demenz betroffen. Die pflegerische und medizinische Begleitung und Versorgung müsse sich auf diese Herausforderung ausrichten, teilt der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS) in einer Grundsatzstellungnahme mit.

Laut MDS benötigen Menschen mit Demenz parallel verschiedene Versorgungsangebote. Deshalb sei Vernetzung und Kooperation von Dienstleistern in der Demenzversorgung wichtig, so MDS-Geschäftsführer Dr. Peter Pick. "Das Thema Demenz muss [...] sektorenübergreifend gedacht werden – von der Pflegeberatung über die Pflege, in der Haus- und Facharztpraxis ebenso wie in den Krankenhäusern."

Wichtig sei auch, den Nutzen und die Risiken einer medikamentösen Behandlung in jedem Einzelfall sorgfältig abzuwägen, sagte Dr. Andrea Kimmel, Seniorberaterin Pflege beim MDS: "Aus Studien wissen wir, dass über die Hälfte aller Heimbewohnerinnen und -bewohner Psychopharmaka erhalten – oftmals ohne dass der Ursache für sogenanntes herausforderndes Verhalten nachgegangen wird. Dabei kommt es darauf an zu fragen: Wer ist der Mensch mit Demenz und was könnte ihm in der konkreten Situation helfen?"

Der MDS stellt in seiner Grundsatzstellungnahme verschiedene nicht-medikamentöse Verfahren der Demenzbegleitung wie Training von kognitiven Funktionen und Alltagsaktivitäten vor. "An vielen Stellen sollte den nicht-medikamentösen Verfahren eine Priorität gegenüber medikamentösen Verfahren eingeräumt werden", so Dr. Peter Pick. "Dabei müssen wir uns im Klaren sein, dass nicht-medikamentöse Verfahren personal- und zeitintensiv sind, so dass hierdurch Fragen der Personalbemessung und -besetzung angesprochen sind."

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