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Drei Verbände, eine Meinung

Ruf nach einheitlichen Qualitätsstandards für die Inkontinenzversorgung

19.05.2017
Unterschiedlichste Verbände aus dem Pflegebereich haben den Ruf nach einheitlichen Versorgungs- und Qualitätsstandards in der Inkontinenzversorgung in Pflegeheimen erneuert.

<paragraph align="right">Foto: Krüper</paragraph>

Unterschiedlichste Verbände aus dem Pflegebereich haben den Ruf nach einheitlichen Versorgungs- und Qualitätsstandards in der Inkontinenzversorgung in Pflegeheimen erneuert.

Foto: Krüper

In einem gemeinsamen Positionspapier zur Versorgung von Bewohnern mit aufsaugenden Inkontinenzprodukten in der stationären Altenpflege haben sich unterschiedlichste Verbände für einheitliche Versorgungs- und Qualitätsstandards ausgesprochen.

Mehr als drei Viertel aller Bewohner in Alten- und Pflegeheimen seien von Inkontinenz betroffen, erklären unisono die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW), der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) und der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed). Bedingt durch das hohe Lebensalter und die meist ausgeprägte Pflegebedürftigkeit, sei der spezifische Anteil der schweren und schwersten Inkontinenzgrade in Alten- und Pflegeheimen dabei deutlich höher als im ambulanten Bereich.

"Dementsprechend kommt der Inkontinenzversorgung in der stationären Altenpflege eine besondere Bedeutung zu", heißt es in dem gemeinsamen Positionspapier. Das durchschnittliche Eintrittsalter pflegebedürftiger Menschen bei Einzug in eine stationäre Einrichtung werde auch weiterhin steigen. Hinzu komme, dass der Anteil der Bewohner mit neurologischen Erkrankungen wie Demenz und Alzheimer ansteige.

Nur durch einen einheitlichen Versorgungsstandard, eine hohe Qualität der Inkontinenzprodukte und regelmäßige Schulungen durch die Lieferanten könnten einheitliche Qualitätsstandards und ein effizienter Umgang mit den Hilfsmitteln sichergestellt werden. "Im Hinblick auf die besondere Situation in der stationären Versorgung sind die für den ambulanten Bereich ausgehandelten Verträge nicht als Maßstab und zur Anwendung in den stationären Einrichtungen geeignet", heißt es seitens der Verbände.

Sie fordern, dass die Krankenkassen mit Trägern von Alten- und Pflegeheimen einheitliche Verträge zur Versorgung der GKV-Versicherten mit aufsaugenden Inkontinenzprodukten abschließen. Diese Verträge müssten kassenübergreifend sein und "eine Pauschale für die Versorgung der Bewohner mit Inkontinenzprodukten beinhalten, die den steigenden spezifischen Erfordernissen bei der Versorgung mit aufsaugenden Inkontinenzprodukten auf der Basis anerkannter Standards gerecht wird".

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