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Pflegewissenschaftliche Untersuchung

Studie: Pflegegrade können Pflege- und Betreuungszeiten kaum erklären

10.10.2018
Das Projekt "PiBaWü" ist abgeschlossen. Seit 2016 hatten Forscher den Zusammenhang von Pflegebedürftigkeit (Pflegegraden), Pflegequalität und Personalausstattung in der stationären Pflege untersucht.

<paragraph align="right">Grafik: PTHV</paragraph>

Das Projekt "PiBaWü" ist abgeschlossen. Seit 2016 hatten Forscher den Zusammenhang von Pflegebedürftigkeit (Pflegegraden), Pflegequalität und Personalausstattung in der stationären Pflege untersucht.

Grafik: PTHV

Die Pflegestufen und übergeleiteten Pflegegrade können die erfasste Pflege- und Betreuungszeit nur zu einem geringen Teil erklären. Das ist zentrales Ergebnis des nun beendeten Projektes "Pflege in Baden-Württemberg. Entwicklung struktur- und prozessorientierter Qualitätsindikatoren in der Langzeit-Pflege in Baden-Württemberg" (PiBaWü).

Mit der Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs im Jahr 2017 ließ sich für die ausschließlich nach dem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff eingestuften Bewohner nur ein Anteil von zehn Prozent der Zeitunterschiede in Pflege- und Betreuungszeit auf den Pflegegrad zurückführen. Dies Fazit zog jetzt Studienleiter Prof. Dr. Albert Brühl, Lehrstuhl für Statistik und standardisierte Verfahren der Pflegeforschung an der Pflegewissenschaftlichen Fakultät der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV). Im Umkehrschluss bedeutet dies laut Brühl, dass ein Bewohner mit einem hohen Pflegegrad nicht mehr Pflege- und Betreuungszeit erhalten muss als eine Bewohnerin mit einem niedrigen Pflegegrad.

Die Tatsache, dass der Erklärungsgehalt des Pflegegrades an der Pflege- und Betreuungszeit einen so geringen Anteil hat, wird insbesondere vor dem Hintergrund problematisch, dass die Pflegegrade zur Berechnung der Personalausstattung der Heime herangezogen werden. "Hier können wir sehen, dass die personelle Ausstattung und damit die für die einzelnen Bewohnerinnen und Bewohner zur Verfügung stehende Pflege- und Betreuungszeit von der Fähigkeit einer Einrichtung abhängig ist, die Bewohnerin in einen möglichst hohen Pflegegrad eingestuft zu bekommen", fasst Prof. Brühl diese Problematik zusammen. Trotz gleicher gesetzlicher Rahmenbedingungen für alle Einrichtungen führe dies zu deutlichen Unterschieden in der Personalausstattung der Heime.

In dem unlängst abgeschlossenen Projekt "PiBaWü", 2016 als gemeinsame Aktion der PTHV und der Hochschule Esslingen gestartet, hatten die Wissenschaftler den Zusammenhang von Pflegebedürftigkeit (Pflegegraden), Pflegequalität und Personalausstattung in der stationären Pflege untersucht. Dafür hatten sie mit 58 stationären Pflegeeinrichtungen und 54 Pflegeschulen zusammengearbeitet.

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