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Altenpfleger flächendeckend nach Tarif bezahlen

Union und SPD einigen sich bei der Pflege

31.01.2018
Die Arbeitsbedingungen in der Altenpflege müssen sich verbessern, finden auch Union und SPD.

<paragraph align="right">Foto: Krüper</paragraph>

Die Arbeitsbedingungen in der Altenpflege müssen sich verbessern, finden auch Union und SPD.

Foto: Krüper

Union und SPD kommen in ihren Koalitionsverhandlungen beim wichtigen Bereich Pflege voran. Für Alten- und Krankenpfleger soll eine bessere Bezahlung durchgesetzt werden, wie die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) im Namen der Steuerungsgruppe in Berlin deutlich machte.

Ergebnisse der Verhandlungen: 8.000 zusätzliche Pflegefachkräfte sollen die Personalsituation verbessern, flächendeckende Tarifverträge eine bessere Bezahlung sicherstellen. Zudem soll der Pflegemindestlohn zwischen West- und Ostdeutschland angeglichen werden. 

Erste Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Der Sozialverband VdK nannte eine bessere Bezahlung von Pflegern längst überfällig. "Die Mehrkosten für bessere Bezahlung und mehr Personal dürfen aber nicht dazu führen, dass die Eigenanteile von Pflegebedürftigen weiter steigen", sagte Präsidentin Ulrike Mascher. Der Arbeitgeberverband Pflege forderte eine Verdoppelung der Ausgaben für die Altenpflege mit Steuermitteln.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband hält die Einigung auf 8.000 zusätzliche Pflegekräfte für "nicht annähernd ausreichend, um den Pflegenotstand wirksam zu beheben". Er schätzt den Bedarf an zusätzlichem Personal auf rund 100.000 Pflegekräfte.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz kritisierte die Pläne als "Silvesterfeuerwerk". "Wenn der Rauch verzogen ist, bleibt praktisch nicht viel übrig für Pflegebedürftige und Angehörige", sagte Vorstand Eugen Brysch. Zusätzlich 8000 Pflegekräfte für 280 Millionen Euro solle es geben - dabei zahlten Pflegeheimbewohner jährlich drei Milliarden Euro für die Behandlungspflege aus eigener Tasche.

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