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01. Feb 2021 | Corona

Astrazeneca: Politiker fordern neue Impfreihenfolge

Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken hat Konsequenzen aus der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) gefordert, den Impfstoff von Astrazeneca nur Erwachsenen unter 65 Jahren zu spritzen. "Wir müssen zum einen umgehend alternative Impfstoffe für über 65-Jährige beschaffen und zum anderen die Impfreihenfolge für den in Kürze eintreffenden Astrazeneca-Impfstoff neu koordinieren", sagte Esken den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom 29. Januar.
Saskia Esken (SPD)
Weil die Stiko den Impfstoff von Astrazeneca nur für unter 65-Jährige empfiehlt, fordert SPD-Chefin Saskia Esken die freien Ressourcen prioritär für medizinisches Personal einzusetzen.
Foto: Anne Hufnagl
"Vor allem Klinik- und Pflegepersonal sollten als erste von den nun freien Ressourcen profitieren", so Esken weiter. Auch FDP-Vize Wolfgang Kubicki sagte den Funke-Zeitungen, Ärzte und Pflegepersonal sollte prioritär mit dem Impfstoff von Astrazeneca geimpft werden. Bislang sind in der EU nur die Präparate von Biontech/Pfizer und Moderna zugelassen. Die EU-Arzneimittelagentur EMA wird voraussichtlich an diesem Freitag eine Empfehlung zur Zulassung des Mittels von Astrazeneca geben. Doch hat der schwedisch-britische Hersteller der EU inzwischen Lieferkürzungen angekündigt. Den für 1. Februar geplanten Impfgipfel nannte Esken dringlich. "Die Impfstoffbeschaffung und -verteilung muss endlich zur Chefsache gemacht werden", forderte die SPD-Chefin. Bislang laufen die Massenimpfungen in Deutschland wegen fehlender Impfstoffmengen schleppend. Aus Sicht von Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus waren solche Rückschläge "durchaus erwartbar". Dass es Störungen in den Abläufen geben werde, sei aber "bei einer so sensationell schnellen Entwicklung des Impfstoffs" absehbar gewesen, sagte der CDU-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) am 29. Januar.


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