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03. Feb 2021 | Personal

Klarmann: Pflegekollaps mit aller Kraft vermeiden

In Niedersachsen gehen in den nächsten 15 Jahren mindestens 40 Prozent der Pfleger in Rente. Wenn nicht gegengesteuert wird, drohen Versorgungslücken in der Pflege. Schon heute liegt das Durchschnittsalter aller Pflegefachpersonen in Niedersachsen bei 45 Jahren.

Pflegekammerpräsidentin Nadya Klarmann warnt vor Engpässen bei der pflegerischen Versorgung in Niedersachsen.
Foto: Pflegekammer Niedersachsen

Zu diesem Ergebnis kommt die Pflegekammer Niedersachsen in ihrem zweiten Bericht zur Lage der Pflegefachberufe. Aber nicht nur Rentner hören auf. Auch jüngere Pflegende werden ihren Beruf vorzeitig aufgeben. Sie verstärken damit den Personalmangel zusätzlich. Gründe für vorzeitiges Aussteigen sind hohe körperliche Anforderungen, die Dienstplangestaltung, mangelnde Anerkennung oder fehlende Entwicklungsmöglichkeiten.

„Pflegende brauchen jetzt dringend Angebote zur Gesundheitsförderung und insgesamt attraktivere Berufsbedingungen“, sagte Kammerpräsidentin Nadya Klarmann. Sonst würden noch mehr Menschen aus dem Beruf aussteigen und die Versorgung käme in Gefahr. In der Altenpflege ist der Ausstiegstrend noch deutlicher als in der Krankenpflege. Schon bei den über 40-Jährigen ist dort der Anteil geringer als in der Kranken- oder Kinderkrankenpflege. Das heißt, dass sich in der Altenpflege mehr Menschen schon in jüngeren Jahren eine andere Beschäftigung suchen.

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