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04. Feb 2021 | Corona

Bpa fordert: Erst impfen im Heim, dann Impfzentren

Für eine "PR-Show rund um die Impfzentren" setze das Land Brandenburg den umfassenden Schutz von Bewohnerinnen und Bewohnern in Pflegeeinrichtungen aufs Spiel, kritisiert die Landesvorsitzende des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) Ellen Fährmann.
Ellen Fährmann. Landesvorsitzende des bpa Brandenburg
Die bpa-Landesvorsitzende von Brandenburg, Ellen Fährmann, macht der Landesregierung Vorwürfe. Sie würde aus PR-Gründen Impfstoff an die Impfzentren geben, statt die Pflegeheime damit zu beliefern.
Foto: bpa

"Ministerin Nonnemacher lässt sich im 3-Tages-Rhythmus vor einem kaum einsatzfähigen neuen Impfzentrum fotografieren und zieht dafür Impfstoff aus den Pflegeheimen ab. Bewohnerinnen und Bewohner müssen auf den lebenswichtigen Schutz vor einer Covid-19-Erkrankung warten", so Fährmann.Gleichzeitig sei auch die Eröffnung der Impfzentren reine Show, sagt Fährmann. "Im heute eröffneten Impfzentrum in Prenzlau ist nur eine von sechs Impfstraßen in Betrieb, weil kaum Impfstoff zur Verfügung steht." Für die ersten Tage stünden offenbar nur 210 Impfdosen zur Verfügung. "Das reicht nicht aus, um ein Impfzentrum zu betreiben, hätte aber zwei komplette Pflegeheime wirksam schützen können", sagt die bpa-Landesvorsitzende.

Landes- und Bundesregierung hätten die vorrangige Impfung von besonders gefährdeten Seniorinnen und Senioren in Pflegeeinrichtungen angekündigt. "Dieses Versprechen darf nicht zugunsten einer PR-Show gebrochen werden." In vielen Region stocke die Impfung, weil kaum Impfstoff zur Verfügung steht. "Unsere Mitgliedsunternehmen berichten uns, dass ihnen zum Beispiel nur die Hälfte der benötigten Menge angeboten wird oder sie über das Terminportal sogar nur eine geringe Anzahl anfordern können. Wer 120 Bewohner und Mitarbeiter hat, kann mit 60 Impfdosen aber nichts anfangen." Fährmann fordert die Landesregierung auf, zuerst die zugesagten Impfstoffe für Pflegeeinrichtungen bereitzustellen, damit alle Pflegeheimbewohner durch eine zweite Impfung vollständig geschützt werden können. Erst dann dürften weitere Kapazitäten in die Impfzentren fließen.

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