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05. Feb 2021 | Corona

Ethikrat will Beschränkungen in Pflegeheimen beenden

Ausgangsverbote und Beschränkungen von Besuchs- und Kontaktmöglichkeiten in Pflegeheimen sollten enden, sobald die Bewohner geimpft wurden, empfiehlt der Deutsche Ethikrat.

14 Senioren nach Impfung infiziert
Viele Bewohner von Alten- und Pflegeheimen fühlen sich durch Kontaktbeschränkungen während der Coronapandemie stark isoliert.
Foto: Adobe Stock/ Ingo Bartussek

Angesichts der erheblichen Belastungen, welche diese Personengruppe bereits im Verlauf der Pandemie erlebt hat, könne dies ethisch gerechtfertigt werden, ist der am Donnerstag veröffentlichten Ad-hoc-Empfehlung des Deutschen Ethikrates zu entnehmen.

Laut Ethikratsmitglied Sigrid Graumann, gehe es nicht um Sonderrechte, sondern um die Rücknahme einer Benachteiligung. Der Verzicht auf gemeinsame Mahlzeiten und andere Isolationsmaßnahmen, die Depressionen und ein rasches Voranschreiten von Demenz begünstigen könnten, sei „nur zu rechtfertigen, solange die in solchen Einrichtungen Lebenden noch nicht geimpft sind“. Die nicht geimpften Bewohner müssten mit anderen Maßnahmen wie Schnelltests, FFP2-Masken und Schutzkleidung für Pflegekräfte geschützt werden.

Abgesehen von den Ausnahmen für Alten- und Pflegeheime rät der Deutsche Ethikrat dringend davon ab, Kontaktbeschränkungen und andere Anti-Corona-Maßnahmen für Geimpfte früher aufzuheben. Erst müsse geklärt werden, ob geimpfte Personen das Virus weitertragen können.

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