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15. Feb 2021 | Corona

Pflegende fühlen sich nicht ausreichend geschützt

Viele Beschäftigte in der Pflege befürchten offenbar in der zweiten Welle der Corona-Krise eine Ansteckung. "Nach neun Monaten Pandemie und den Erfahrungen aus der ersten Welle hätte der Schutz der beruflich Pflegenden besser vorbereitet sein müssen", sagte die Präsidentin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK), Christel Bienstein, der Düsseldorfer "Rheinischen Post" vom 12. Februar.
Die Präsidentin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK), Christel Bienstein, bemängelt in der "Rheinischen Post", der Schutz der beruflich Pflegenden hätte besser vorbereitet sein müssen.
Foto: DBfK
Nach einer Umfrage des DBfK fühlten sich 57 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer während ihrer Arbeit nicht sicher vor einer Covid-Infektion geschützt, erklärte Bienstein. 86 Prozent fürchteten noch weitere Herausforderungen auf sich zu kommen. Mehr als jeder zweite Befragte (56 Prozent) gab demnach an, einen Mangel an FFP2- und medizinischen Schutzmasken zu befürchten. Bei fast 20 Prozent der Befragten habe zum Befragungszeitpunkt bereits ein Mangel geherrscht. "Dass hier immer noch keine flächendeckende Versorgung herrscht, ist ein Skandal", sagte Bienstein. Die FFP2-Masken seien aktuell der sicherste Schutz, den die beruflich Pflegenden in ihrem Arbeitsalltag, der eben kein Abstandhalten möglich macht, nutzen könnten. Rund jeder zweite Teilnehmer befürchtete zudem bei steigenden Infektionszahlen einen sich noch weiter verschärfenden Personalmangel.

An einer Online-Umfrage des DBfK, die der Zeitung vorlag, nahmen rund 3.570 Pfleger und Pflegerinnen teil. Die Teilnehmer arbeiten den Angaben zufolge in unterschiedlichen Pflegebereichen und kommen aus allen Bundesländern. Fast 30 Prozent der Befragten gaben an, auf Intensiv- oder Covid-Stationen zu arbeiten.

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