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23. Feb 2021 | News

Bundespflegekammer ermahnt die Politik

Die Bundespflegekammer fordert von Bund und Ländern mehr Initiative, um den Personalmangel in der Pflege zu begegnen. "Pflege verdient mehr Geld, mehr Anerkennung und sowie ein Mehr an Kompetenzen", sagte Patricia Drube, Präsidiumsmitglied der Bundespflegekammer und Präsidentin der Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein, am Montag in Berlin.

Dr. Franz Wagner, Nadya Klarmann, Jens Kaffenberger, Dr. Markus Mai und Patricia Drube (v. l. n. r.) fordern eine Pflegewende, um Fehler der Vergangenheit zu korrigieren.
Foto: Marc-Steffen Unger

Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache. Etwa 40 Prozent der Berufsangehörigen würden in den kommenden zehn bis zwölf Jahren das Renteneintrittsalter erreichen, sagte Franz Wagner, Präsidiumsmitglied und Präsident des Deutschen Pflegerates. "Wir reden hier grob geschätzt von 500.000 Pflegefachpersonen." Hinzu kämen noch diejenigen, die wegen der Alterung der Gesellschaft zusätzlich gebraucht würden. Das sei eine gewaltige Herausforderung, der sich die Politik stellen müsse. "Es wird bisher zu wenig getan, um das zu kompensieren", sagte Wagner.

In diesem Zusammenhang erneuerte die Bundespflegekammer ihre Forderung nach mindestens 4.000 Euro Einstiegsgehalt für eine Pflegefachperson. Drube: "Wir brauchen eine deutliche Anhebung der Gehälter und der Vergütung in der Pflege."

Mit der Bundespflegekammer haben die drei bestehenden Landespflegekammern Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Niedersachsen sowie der Deutsche Pflegerat vor zwei Jahren die bundespolitische Bühne betreten. Nicht nur Einfluss nehmen auf die Berliner Pflegepolitik ist Ziel der Kammer, auch das Harmonisieren unterschiedlicher Landesordnungen der Länderkammern. Im Januar hat die Bundespflegekammer die Online-Plattform #pflegereserve übernommen. Sie vermittelt während der Corona-Pandemie Fach- und Hilfskräfte an Pflegeeinrichtungen.

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3 Kommentare

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Unbekannter Nutzer

19. Jul 2022

Der Altenpfleger Ante Caljkusic bringt es auf den Punkt. Enige zusätzlichen Anmerkungen seien jedoch erlaubt...Der bundesweit hinreichend bekannte bisherige Präsident des Deutschen Pflegerates e.V. HERR Dr. Frnaz Wanger hat sich schnell wieder in einen lukrativen Posten zum Wohle der Pflege/Fahckräfte gehievt. Die neue Präsidentin Frau Christine Vogler hat ihn offensichtlich verjagt ? verdrängt ? überzeugt seinen lukrativen Posten beim Deutschen Pflegerat zu räumen... Jetzt allerdings ist er im Vorstand einer NICHT legitimierten sogenannten Bundespflegekammer, die sich durch Rückabwicklung mehrerer Landespflgekammern ohne Legitimation hoffentlich auflösen wird. Sein Posten als Präsidiumsmitglied ist somit ein Schleudersitz.... Hoffentlich ist Herr Dr.Franz Wagner, was auch immer für ein Dr. , schwindelfrei ?? Solche, selbst ernannten, ilegitimen Standesvertreter/innen benötigt die größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen dringlich !! Wo bleiben die Aufschreie... wo bleiben die Proteste der PflegeFachkräfte... wo die massenweisen Proteste...?? jetzt ..jetzt...

Unbekannter Nutzer

22. Mrz 2022

Wie bitte? Bundespflegekammer? Drei bestehende Landespflegekammern Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Niedersachsen? Habe ich da irgendetwas verpasst? Meines Wissens nach ist die Auflösung der Zwangskammern in Niedersachsen und Schleswig-Holstein immer noch beschlossene Sache. Man hat sich dem gewaltigen Druck der Mehrheit der Pflegekräfte gebeugt. Gut so! Also bleiben eine Landespflegekammer und eine Bundespflegekammer. Wann wurde die denn gewählt? Ach so, wurde nicht. Es geht natürlich auch ohne demokratische Legitimation. Stimmt, ist ja eine gesetzliche Behörde. Bekanntlich vertreten Behörden nicht die Interessen der von ihr betroffenen. Sie handeln ausschließlich im gesetzlichen Auftrag. Zum Beispiel das Finanzamt. Ich habe mich noch nie vom Finanzamt vertreten gefühlt. Nice, Ihre Empfehlung, Frau Drube. Dafür sind allerdings ausschließlich die Tarifparteien zuständig. Sie nicht. Überhaupt verfügen Sie und ihre Kammer über keinerlei gesetzlichen Kompetenzen, um uns aus dem Pflegenotstand zu führen. Das ist Faktum. Berufsordnung, Weiterbildung, Sanktionierung - damit wir demnächst dann zwei Herren dienen dürfen. Warum eigentlich, Frau Drube, verpflichten Sie uns, die wir lohnabhängig beschäftigt sind, zur Zwangsmitgliedschaft? Und nicht die Betreiber der Einrichtungen, die für die Arbeitsbedingungen, unter denen wir gezwungen sind zu arbeiten, verantwortlich sind? In der Architektenkammer ist der Architekt Mitglied, nicht seine Angestellten. Mit ratlosen Grüßen Ante Caljkusic, Altenpfleger

Fachkraft

25. Aug 2021

Tolle Erkenntnis Fr. Drube, da wären wir alle ohne die Pflegekammer nie drauf gekommen. Statt alt Bekanntes nachzuquatschen, wären langsam mal Lösungen angesagt. Für was soll ich denn demnächst in NRW Geld für eine Kammer bezahlen, die keine Lösungen bietet und nur Bekanntes wiederholt? Sehe ich nicht ein, werde ich auch nicht bezahlen.

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