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24. Feb 2021 | Personal

Streit um Pflegetarif: Verdi spricht von „Verunglimpfung“

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) hat den Vorstoß von Arbeitgeberverbänden gegen den geplanten Tarifvertrag heftig kritisiert.

Wenn es nach Verdi geht, soll der mit dem Arbeitgeberverband BVAP ausgehandelte Tarifvertrag für die Pflege allgemeinverbindlich werden.
Foto: Holger Jenrich

Update vom 25.02.: Der flächendeckende Tarif ist jetzt gescheitert. Die Caritas hat ihn abgewiesen.

Ursprüngliche Meldung:

„Es ist unverantwortlich, wie einige Arbeitgeberfunktionäre das Problem des Personalnotstandes in der Altenpflege ignorieren und mit aller Macht verhindern wollen, dass Ausbeutung in diesem gesellschaftlich so relevanten Arbeitsfeld der Daseinsvorsorge beendet wird“, so Sylvia Bühler vom Verdi-Bundesvorstand.

Die Gewerkschaft sieht ihr Vorhaben, bessere Löhne und Arbeitsbedingungen zu erwirken, als „verunglimpft“ und „torpediert“. Ihre Kritik richtet sich an die Arbeitgeber in der Pflege, die den Personalnotstand durch „schlechte Löhne und miese Arbeitsbedingungen“ verursacht hätten, „um höhere Renditen zur erwirtschaften“.

Es brauche eine faire Bezahlung, um Pflegende zu gewinnen und im Beruf zu halten. Ein allgemeinverbindlicher Tarifvertrag „sichert das Lohnniveau nach unten ab", so Bühler. Der Angriff auf eine faire Vergütung sei laut Bühler auch gegen die Interessen der Wirtschaft: „Wenn Facharbeiter zu Hause bleiben müssen, um ihre pflegebedürftigen Angehörigen zu versorgen, weil es nicht genug professionelle Pflegepersonen gibt, fehlen sie in den Unternehmen."

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1 Kommentare

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Mr.Snail

26. Feb 2021

Verdi ist enttäuscht. Das kann ich gut verstehen. Ehrlich gesagt hätte ich aber auch ein ungutes Gefühl, wenn eine Gewerkschaft, die unter den Beschäftigten in der Pflege kaum Mitglieder hat mit einem historisch nicht gewachsenen eher linken Arbeigeberverband eine Tarif aushandelt, welchen der Arbeitsminister dann allen Anbietern der Branche überstülpt. Das ist das Gegenteil von Tarifautonomie. So wird gezeigt, dass es keinen Respekt vor der Leistung privater Unternehmer, welche auf eigenes Risiko arbeiten, gibt. Diese privaten Anbieter leisten einen großen Beitrag zur Versorgung Pflegebedürftiger und sollten wichtige unternehmerische Entscheidungen auch eigenverantwortlich treffen können. Dazu gehört selbstverständlich die Lohnfindung. Löhne sind bereits durch den in der Branche geltenden Mindestlohn nach unten begrenzt. Andere Anbieter können sich außerdem freuen: Eine bessere Bezahlung der Beschäftigten ist ein Wettbewerbsvorteil und wird die Lohnentwicklung im Bereich Pflege ganz von allein nach oben bewegen.

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