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09. Aug 2021 | Pflegemanagement

Schwere Zeiten für Altenheime

Rund 35 Prozent der Alten- und Pflegeheime in Baden-Württemberg schreiben rote Zahlen. Das ergab der BWKG-Indikator der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft e.V. (BWKG). Im Jahr vor der Pandemie waren es knapp 29 Prozent.

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Knapp ein Drittel der Alten- und Pflegeheime im Südwesten schreibt rote Zahlen.
Foto: AdobeStock/Andreas Haertle

In Krankenhäusern und Reha-Kliniken, von denen bis zu drei Viertel defizitär arbeiten, ist die Lage noch dramatischer. Das es den Pflegeeinrichtungen nicht ganz so schlimm ergeht, sei dem Pflegerettungsschirm zu verdanken, der die Aufrechterhaltung der Versorgungsstrukturen ermöglicht habe, sagte BWKG-Vorstandsvorsitzender Heiner Scheffold am Freitag zur Vorstellung der Ergebnisse.

Nach wie vor leiden Pflegeeinrichtungen unter dem Fachkräftemangel. Nahezu neun von zehn Einrichtungen (86 Prozent) haben Schwierigkeiten, offene Stellen im Pflegedienst zu besetzen. Knapp die Hälfte der Einrichtungen (46 Prozent) findet, dass sogar die Einstellung von Pflegehilfskräften schwierig ist.

„In der Altenpflege wird es immer wichtiger, auch qualifizierte Hilfskräfte zu haben. Hierzu gibt es eine einjährige Helferausbildung und es wäre eine große Hilfe, wenn diese – wie schon die dreijährige Fachkraftausbildung – solidarisch über einen Fonds finanziert werden könnte“, sagte Scheffold. Momentan werden die ausbildenden Einrichtungen einschließlich deren Bewohnerschaft und Klienten einseitig durch die Ausbildungskosten belastet.

Passend dazu: NRW: Weg frei für die Ausbildung in der Pflegefachassistenz

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