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20. Aug 2021 | Personal

Mehr Gehalt oder lieber Entspannungskurse in der Altenpflege?

Im Kampf gegen den Pflegenotstand sollte nicht allein auf die Lohnhöhe der Beschäftigten in der Pflege geschaut werden, findet der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa).

Entspannung, Relaxen, Foto_Werner_Krueper
Entspannungskurse können helfen, mit den Belastungen des Alltags in der Altenpflege besser umzugehen.
Foto: Werner Krüper

Es sei ein Irrglauben, dass Fachkräftesicherung allein aufgrund steigender Löhne und Gehälter gelinge, schreibt Joachim Görtz, Leiter der Landesgeschäftsstelle des bpa Bayern, in einem Gastbeitrag für den Fachdienst epd sozial. „Viele meinen reflexartig, dass als Zeichen der Anerkennung für diese Leistung die Löhne in der Pflege erhöht werden müssten. Dabei sind die Löhne in der Pflege in den letzten Jahren deutlich stärker gestiegen als in der Gesamtwirtschaft“, so Görtz.

Passend dazu: Arbeitsminister Heil: Bis zu 300 Euro mehr Gehalt durch Pflegereform

Es müssten flächendeckend gesunde Arbeitsplätze angeboten werden, um das Dilemma fehlender Fachkräfte zu lösen. Nur der Ausbau des betrieblichen Gesundheitsmanagements sorge dafür, dass das vorhandene Personal auch langfristig im Job bleibe. Die Fachkräfte wünschten sich laut Görtz Schulungen zur Stressbewältigung und Teamarbeit sowie praktische Maßnahmen wie Rückenschulung und Anleitungen zur Entspannung.

„Betriebliche Gesundheitsförderung und die Einführung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements gelten als der Königsweg, will man die Pflegekräfte hier wirklich wirkungsvoll unterstützen“, sagte Görtz.

Passend dazu: Studie: Wie viel Gehalt bekommen Pflegende?

Pflege packts an

Bücher

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Es gibt sie: Die zufriedenen und engagierten Pflegekräfte, die Freude an ihrem Beruf haben. Trotz berechtigter Kritik an den Rahmenbedingungen. Doch was ist eigentlich das Schöne am Pflegeberuf? Ursula Beckmann lässt Altenpflegerinnen und Altenpfleger selbst zu Wort kommen. Entstanden ist ein Buch, das die positiven Seiten des Berufes zeigt. Es bietet Unterstützung und Motivation, wenn eine Durststrecke zu überwinden ist. Es hilft, Stress zu bewältigen und neue Perspektiven zu entwickeln.

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2 Kommentare

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Fachkraft

25. Aug 2021

So ein Mist kann auch nur ein Vertreter privater Pflegeunternehmen schreiben. Privatwirtschaft in der Pflege und Medizin gehören abgeschafft, Gesundheit und Pflege sind keine Wirtschaftsgüter. Aber die Idioten in Berlin und in den Ländern kapieren das ja nicht. Aber mal ehrlich....was will man auch von einem Bankkaufmann und einem Bauern (in NRW) auf dem Fachministerposten erwarten?

rekiesel

24. Aug 2021

Daß der Verband der Pflegebetriebe im Hegefondbesitz sagt, es liege nicht am Gehalt, ist bekannt. Schließlich wollen die Investoren möglichst viel Gewinn aus den Unternehmen ziehen. Die Kurse werden am besten einmal im Monat nachmittags um 17 Uhr angeboten und bald wegen mangelnder Teilnahme eingestellt. Pflege gehört zur Daseinsvorsorge und ist kein Wirtschaftsgut

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