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15. Okt 2021 | Ausbildung

Pflegestudierende senden Hilferuf

Studierende des Bachelorstudiengangs Pflege von drei Berliner Hochschulen haben in einem an die Politik gerichteten offenen Brief ein tragfähiges Finanzierungsmodell für Pflegestudierende gefordert.

Pflegestudium, Akademisierung, Foto: AdobeStock/Gina Sanders
Pflegestudierende fühlen sich schon in der Ausbildung ausgebrannt.
Foto: AdobeStock/Gina Sanders

Die Studierenden der Alice-Salomon-Hochschule, der Charité und der Evangelischen Hochschule Berlin warnen: Wenn es nicht eine angemessene Vergütung für die praktische Ausbildung gebe, stände die Akademisierung der Pflege vor dem „Aus“. „Wir lieben die Arbeit mit Menschen, uns liegt das Wohlergehen pflegebedürftiger Personen am Herzen“, ist dem Brief der Studierenden zu entnehmen. Gleichzeit würden sie sich fragen, warum es die Politik so schwer mache, diesen Beruf zu erlernen.

Ende von Pflegestudiengängen droht

„Wenn Deutschland den Empfehlungen des Wissenschaftsrates wirklich nachkommen und die Quote von akademisierten Pflegekräften auf 10 Prozent anheben will, muss jetzt dringend gehandelt und den Studierenden finanziell geholfen werden!“, sagte Katja Boguth, Professorin an der Alice Salomon Hochschule Berlin und stellvertretende Vorsitzende des DBfK Nordost. Und wenn den vorhandenen Lehrstühlen die Studierenden wegbrächen, weil die Belastungen zu groß sind, würde damit auch das Ende der Studiengänge eingeläutet, so Boguth.

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Pflegestudierende werden während ihrer Praxiseinsätze nicht vergütet

Pflegestudierende müssen ihre Ausbildung knapp zur Hälfte in der Hochschule und zur anderen Hälfte in verschiedenen ambulanten, akut- und langzeitstationären Einrichtungen verbringen. Insgesamt geht es um 4.600 Pflichtstunden. Im Gegensatz zur beruflichen Ausbildung werden die in der Praxis geleisteten Pflichtstunden nicht vergütet. Viele Studierende müssten daher abends, nachts und am Wochenende Geld verdienen, um über die Runden zu kommen.

In einigen Jahrgängen hätten wegen dieser enormen Belastung schon bis zu 50 Prozent der Studierenden abgebrochen. Die Studierenden fordern die gleiche Vergütung, wie sie die Auszubildenden zur Pflegefachperson und die Studierenden eines Hebammenstudiums erhalten.

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