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22. Okt 2021 | Corona

WHO ruft zum besseren Schutz von Pflegekräften auf

Vor allem die schlechte Ausstattung mit Schutzausrüstung zu Beginn der Pandemie und mangelnde Verteilung der Impfstoffe in ärmeren Ländern haben dazu geführt, dass weltweit rund 115.000 Pflegekräfte an Covid-19 verstorben sind.

Mangelnde Schutzausrüstung zu Beginn der Corona-Pandemie hat zu zahlreichen Infektionen von Beschäftigten in der Alten- und Krankenpflege geführt.
Foto: iStock/saryaSM

Diese Zahlen beruhen auf Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für die ersten 16 Monaten der Corona-Pandemie. Laut einem Arbeitspapier variieren die Zahlen zwischen 80.000 und 180.000 verstorbenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem Gesundheits- und Pflegebereich.

Die WHO führt die hohen Opferzahlen vor allem auf die schlechte Ausstattung zu Beginn der Pandemie und mangelnde Verteilung der Impfstoffe in ärmeren Ländern zurück. Dateien aus 119 Ländern zeigten, dass im September 2021 durchschnittlich nur 40 Prozent der im Gesundheits- und Pflegebereich Beschäftigten geimpft waren. In Afrika hätten sogar nur zehn Prozent der Pflegekräfte eine Impfung bekommen.

Passend dazu: Ministerin fordert höhere Impfquote in Pflegeberufen

Die WHO hat in einer jetzt veröffentlichten Erklärung alle Mitgliedsstaaten aufgefordert, die Berichterstattung über Covid-19-Infektionen, Erkrankungen und Todesfälle unter Gesundheits- und Pflegepersonal zu verbessern. So sollen auch Alter, Geschlecht und Beruf aufgeschlüsselt werden, um Maßnahmen zur weiteren Verringerung des Infektions- und Krankheitsrisikos zu ermitteln. Zudem appelliert die WHO an die politischen Entscheidungsträger, alles in ihrer Machtstehende zu tun, um Investitionsentscheidungen zu treffen, die den Schutz von Gesundheits- und Pflegepersonal gewährleisten.

"Wir können es uns nicht leisten, noch mehr Gesundheits- und Pflegepersonal zu verlieren“, sagte Catherine Duggan, Chief Executive Officer der International Pharmaceutical Federation. Die Welt werde sich ohne langfristige, nachhaltige Investitionen in das Gesundheitspersonal nicht von der Pandemie erholen.

Passend dazu: Corona fordert viele Todesopfer unter Pflegekräften

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