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28. Jan 2022 | Corona

Gesundheitsminister Lauterbach: „Das Gesetz gilt“

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) lehnt eine Verschiebung der Corona-Impfpflicht für Personal in Krankenhäusern und Pflegeheimen strikt ab.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD)
Gesundheitsminister Dr. Karl Lauterbach will die sogenannte einrichtungsbezogene Impfpflicht in Alten- und Pflegeheimen durchsetzen.
Foto: BMG/Thomas Ecke

„Das kommt für uns nicht infrage. Das Gesetz gilt“, sagte Lauterbach angesichts der Befürchtungen, dass zu viel ungeimpftes Personal ausfällt, der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview. Der Bund wolle den Bundesländern beim Finden eines einheitlichen Vorgehens helfen. „Was nicht geht, ist, dass die Impfpflicht in Pflegeheimen eines Landes gilt, ein paar Kilometer weiter aber nicht“, stellte der Minister klar.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) erwägt hingegen für den Freistaat eigene Vollzugsregeln zur einrichtungsbezogenen Impflicht. Der „Passauer Neuen Presse“ sagte der Minister, weil der Bund noch keine Regeln vorgelegt habe, müsse Bayern „selbst überlegen, wie wir eigene Vollzugsregeln definieren, damit die Versorgung nicht gefährdet ist“.

Die Gefahr, dass Pflegeeinrichtungen nicht mehr arbeitsfähig sind, sieht Lauternach hingegen nicht. „Es wird natürlich so sein, dass der eine oder andere radikale Impfgegner, der in der Pflege arbeitet, dann aussteigt.“ In diesen Fällen stelle sich aber ohnehin die Frage, ob diese Person für den Beruf geeignet war. Er glaube aber, dass die Widerstände unter Pflegekräften am geringsten seien. Viele Einrichtungen schauten eher auf Küchen- und Reinigungspersonal sowie die Verwaltung.

Passend dazu: Ämter fühlen sich bei Umsetzung der Impfpflicht überfordert

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7 Kommentare

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grunekleckse

05. Feb 2022

Unnbedacht, Gedankenlos, dümmlich, dämlich DOOF Herr Lauterbach. "Erst Denken dann Lenken" Regieren, Delegieren, Diktieren und ganz viel Durcheinanderwerfen. Deutschland macht immer Alles Anders als Alle Anderen!!! Es gibt ganz viele Politiker die absolut Regierungsungeeignet sind und waren. Leider werden die nicht für ihre Fehlhandlungen finanziell-wirtschaftlich gradezustehen offiziell rechtlich belangt. Nein sie danken nach langem hin und her ab und haben Bonitäten, Lobbyismus und leben unbeschwert. Seit Jahrzehnten keine wichtigen Veränderungen in der Sozial Pflege-Pädagogik-Psychologie. Im Gegenteil Stellenschlüsselabbau, dezimieren wo es geht. Die Arbeit von 5 können auch 3 leisten, sind´s dann 2 um so besser. Solidarität-Soziales Engagement-Nächstenliebe. Jetzt sollen sogar EHRENAMTLICHE angelernt werden. GEHT`S NOCH!

Unbekannter Nutzer

03. Feb 2022

Die Aussage des Ministers ist respektlos und zeugt von wenig Fingerspitzengefühl. Es ist zwar rational schwer nachvollziehbar, dass sich Pflegekräfte nicht impfen lassen, aber es muss respektiert werden, dass es auch unter Pflegekräften welche mit Ängsten gibt, die sie von diesem Schritt abhalten. Deswegen alle Impfverweigerer als pauschal ungeeignet für den Beruf darzustellen, geht zu weit. Vor allem aber hat die einrichtungsbezogene Impfpflicht m.E. einen Gedankenfehler und führt zu einer "ethischen Schieflage": Die Pflegekraft soll sich gegen ihren Willen impfen lassen, um Bewohner zu schützen, die teilweise selbst die Impfung ablehnen. Der beste Schutz eines Bewohners ist aber, dass er selbst geimpft/geboostert ist. Daraus folgt: Die Impfpflicht für Pflegekräfte muss ergänzt werden durch eine Impfpflicht der älteren/vulnerablen Bevölkerung.

Unbekannter Nutzer

02. Feb 2022

Es reicht " Pflegekräfte als"radikaler Impfgegner in der Pflege" zu Bezeichnen, spricht von fehlender Sozialkompetenz sowie Respektlosigkeit gegenüber die, die seit 20-30 Jahren in der Pflege an 24/7 die Woche sowie So- / und Feiertagen arbeiten, zum wiederholsten Male aus dem Frei geholt für eine nicht angemessene Bezahlung sowie schlechten Arbeitsbedingungen. Schon vor Corona lies die Bezahlung / Personalausstattung zu wünschen übrig. Während Corana haben Mitarbeiter teilweise über 12h gearbeitet, haben sich mit ihren pflegebedürftigen Bewohnern in Heimen eingeschlossen um Sie zu Schützen, an Familie, Freizeit war nicht zu denken. Viele Mitarbeiter sind selbst schwer erkrankt und warten noch heute auf Therapieplätze oder sind verstorben (wir Erinnern uns - fehlende Ausstattung). Wo ist da die Anerkennung / Solidarität der Politik? Auch Mitarbeiter in der Pflege haben Ängste, die müssen besprochen werden, wie bei jedem Bürger dieses Landes - Überzeugungsarbeit. Viele Mitarbeiter lassen sich auch überzeugen. Alle Pflegekräfte die ohne ihren Einsatz, dass Gesundheitswesen zum kollabieren gebracht hätten - haben mehr verdient !!!! Ebenso das schachern um die Coraonaprämie 2022. Ich kann jeden verstehen, der sich neue Perspektiven außerhalb des Gesundswesen sucht. Danke Dr. Karl Lauterbach

Unbekannter Nutzer

01. Feb 2022

Keine Gefahr, unsere Politiker werden weder eine Impflicht für Mitarbeiter im Gesundheitsdienst, geschweige denn eine Impflicht für die gesamte Bevölkerung durchsetzen. Traurig finde ich, dass sich Pflegekräfte nicht freiwillig impfen lassen. Wo bleibt deren Verantwortungsbewusstsein? Die "Alten" sollen sich impfen lassen, um beim kleinsten Verdacht eines "Ausbruchs" auf Station in ihren Zimmern ohne Besuch zu verharren. Krankenhäuser versagen Besuche jeglicher Art... dabei weiß man doch genau, wie sehr das Umfeld zur Gesundung beiträgt. Junge Leute mögen das ja alles noch verstehen, aber unsere "Alten", an Demenz erkrankten, die in einer psychiatrischen Einrichtung weilen, um z.B. auf eine neue Medikation eingestellt werden... Was ist mit denen? Wer fängt sie auf? Wer ist für sie da? Sie verstehen die Welt nicht mehr und fühlen sich abgeschoben, unnütz... Und das alles, weil Deutschland es nicht hinbekommt eine allgemeine Impfpflicht zu erlassen. Tröstlich allein der Gedanke, dass auch Impfgegner, Impfmuffel u. a. früher oder später alt und eventuell hilflos werden. Ich wünsche mir, dass jene später das gleiche Schicksal ereilt, wie manch einsamen, alten Menschen jetzt. Abgeschoben, unverstanden, ohne Rechte, ohne Mitsprache, für unzurechnungsfähig erklärt....

Unbekannter Nutzer

01. Feb 2022

„Es wird natürlich so sein, dass der eine oder andere radikale Impfgegner, der in der Pflege arbeitet, dann aussteigt.“ Man muss nicht zwingend ein radikaler Impfgegner sein, um aus der Pflege auszusteigen. Die schlechten Arbeitsbedingungen und der Verdienst reichen völlig. Letztendlich wird die Zeit zeigen, ob die pflegerische Versorgung der Bewohner/Patienten noch gewährleistet werden kann. Sollte dies nicht der Fall sein, haben wir auch schon einen Schuldigen, die Ungeimpften.

Mr.Snail

01. Feb 2022

Politiker nehmen weder die Bürger noch die Angestellten in der öffentlichen Verwaltung wahr. Das ist nur mit Realitätsverweigerung zu beschreiben. Diese findet nicht nur im Gesundheitsministerium statt und sie ist auch der Grund, warum es in Deutschland inzwischen überall bergab geht. Politik funktioniert nach ihren eigenen Gesetzen. Diese haben sich von der Lebenswirklichkeit der Menschen und den Interessen dieses Landes entkoppelt. Wir rasen auf den Abgrund zu. Es interessiert aber niemanden.

Ameise

01. Feb 2022

Die Gefahr, dass Pflegeeinrichtungen nicht mehr arbeitsfähig sind, sieht der Minister laut eigenen Worten nicht. Dieser Mensch ist doch nicht mehr ernst zu nehmen. Die Einrichtungen sind jetzt noch kaum arbeitsfähig. Wenn bei uns in der Einrichtung 10-20% freigestellt werden dann gute Nacht. Ich werde nicht mehr Dienste schieben. Aber vielleicht pflegt demnächst Herr Lauterbach.

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