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09. Feb 2022 | News

Linke: Pflegende nicht gegen Pflegebedürftige ausspielen

Vor dem Hintergrund der steigenden Pflegemindestlöhne hat die Vorsitzende der Partei "Die Linke", Susanne Hennig-Wellsow, Arbeitgeberverbände dafür kritisiert, die Kosten auf Pflegebedürftige umlegen zu wollen.

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Steigende Pflegemindestlöhne seien ein Mindestmaß an Anerkennung für Pflegende, müssten aber mit einer Reform der Pflegeversicherung einhergehen, findet Susanne Hennig-Wellsow.
Foto: Die Linke

„Im langen Kampf um bessere Arbeitsbedingungen bei der Pflege ist der Anstieg des Mindestlohns für Pflegekräfte das Mindeste für eine gelebte Wertschätzung der Angestellten“, so Hennig-Wellsow. „Die Idee von Arbeitgeberverbänden, die steigenden Personalkosten auf die Pflegebedürftigen umzulegen, lässt dieses Vorhaben aber zu einer sehr bitteren Pille für die Patienten werden und ist ein perfides Gegeneinanderausspielen von Pflegekräften und Patienten.“

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Zum Hintergrund: Thomas Greiner, Präsident des Arbeitgeberverbands Pflege (AGVP) und Mitglied der Pflegemindestlohn-Kommission, hatte angekündigt, dass vor allem die Pflegebedürftigen und ihre Familien die Mehrausgaben durch höhere Pflegemindestlöhne über höhere Eigenanteile bezahlen würden.

Reformbedarf bei der Pflegeversicherung

Hennig-Wellsow sieht darin eine Verschiebung der „systemischen Schieflage“ der Pflegeversicherung: „Dass sich viele Menschen, die anstehenden Mehrkosten nicht leisten können ist vorprogrammiert.“ Für eine würdevolle Pflege und eine gute Bezahlung der Pflegenden brauche es einen Umbau zu einer „solidarischen Pflegevollversicherung, die alle pflegerischen Leistungen abdeckt und gesetzlich abgesichert ist“.

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