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16. Mrz 2022 | Corona

Teil-Impfpflicht: Nur Scheinsicherheit und Verwaltungsmonster?

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat die einrichtungsbezogene Impfpflicht als „Scheinsicherheit“ und als „Verwaltungsmonster“ kritisiert.

Pflegestudium, Akademisierung, Foto: AdobeStock/Gina Sanders
Die einrichtungsbezogene Impfpflicht ist mit einem hohen Verwaltungsaufwand sowohl in der Altenpflege als auch in den Gesundheitsämtern verbunden.
Foto: AdobeStock/Gina Sanders

„Die einrichtungsbezogene Impfpflicht macht mehr kaputt, als dass sie den Gefährdeten hilft“, sagte Vorstand Eugen Brysch. Er forderte ein Maßnahmepaket von der Politik, statt mit dieser Impfpflicht alles auf eine Karte zu setzen.

Der Verwaltungsaufwand werde angesichts der zahlreichen Beschäftigten im Gesundheits- und Pflegebereich ins unermessliche getrieben, kritisierte Brysch. Die Politik verbinde überzogene Erwartungen mit dieser Impfpflicht. Bei der derzeitigen Virusvariante hätten die Impfstoffe ihre Grenzen.

Eine Übersicht über die unterschiedlichen Regelungen in den Bundesländern finden Sie hier.

„Der Ministerpräsident als auch der Gesundheitsminister beweisen ja, dass die aktuelle Impfung nicht grundsätzlich verhindern kann, dass man sich mit dem Coronavirus infiziert und dass man es weitergegeben kann“, sagte Brysch der Deutschen Presse-Agentur mit Verweis auf die positiven Corona-Tests sowohl bei Ministerpräsident Hendrik Wüst als auch bei Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (beide CDU).

Passend dazu: Ämter fühlen sich bei Umsetzung der Impfpflicht überfordert

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3 Kommentare

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W. Schütte

19. Mrz 2022

Ich weiß nicht, was mich nach zwei Jahren Corona-Pandemie mehr frustriert: Die anhaltend einschränkenden Maßnahmen dagegen oder Leute, die nach so langer Zeit noch immer nicht verstanden haben, dass nur die Impfung aus der Pandemie herausführt. Oder habt Ihr Impfkritiker neuerdings etwa irgend einen anderen Lösungsweg aus dem Pandemie-Tal anzubieten? Nein, habt Ihr nicht! Und - Ja: Die Impfung schützt nicht vor Ansteckung. Auch das ist keine neue Erkenntnis, sondern stand schon im letzten Jahr relativ früh fest. Aber die Impfung schützt nachweislich vor schweren Krankheitsverläufen – und rettet damit Leben; und zwar nicht nur die von Heimbewohnern. Wenn ich also Heimbewohner wäre, Mr.Snail, dann würde ich seit dem 16.3. die Korken knallen lassen. Außerdem schützt die Impfung vor weiterer Überlastung der Kliniken. Insofern ist völlig unverständlich, dass noch immer keine allgemeine Impfpflicht durchgesetzt werden konnte - und vorerst wohl auch nicht durchgesetzt wird. Schade: Wir würden uns diese nervigen Debatten endlich sparen und wieder ein normales (Alltags- und Arbeits-Leben führen können. Wolfgang Schütte, Heimleiter

Ameise

18. Mrz 2022

Verwaltungsmonster? Das ganze Land ist ein Verwaltungsmonster. Es gibt keine Grundlage der einrichtungsbezogenen Impfpflicht mehr. Das auch geimpfte Krank werden und Übertrager sind dürfte mittlerweile bekannt sein. Deswegen enfällt das Argument des Schutzes vulnerablen Gruppen.

Mr.Snail

17. Mrz 2022

Deshalb hätte ich mir von allen Verbänden, Trägern und Verantwortlichen in der Pflege und den Gesundheitsberufen eine klare inhaltliche Distanzierung von der einrichtungsbezogenen Impfpflicht gewünscht. Sie ist eben auch kein erster Schritt. Alle Mitarbeiter, egal ob geimpft, genesen oder nicht immunisiert müssen sich täglich testen und eine FFP2-Maske bei der Arbeit tragen. Warum - weil weder Impfung noch Booster vor Infektion und Übertrageng schützen. Senioren und Risikogruppen sollten sich zudem selbst schützen. Politische Entscheidungen und die Realität haben sich doch längst entkoppelt. Hat mal jemand die Senioren gefragt, ob sie die Impflicht wollen? Wo sind denn unsere Sozialwissenschaftler abgetaucht? Fragen Sie mal einen Abgeordneten, warum er für die einrichtungsbezogene Impfpflicht votiert hat. Der sagt Ihnen, weil es um ein Gesetzespaket ging, welche wichtige Entscheidungen ernthielt die keinen Aufschub dulkdeten und weil es natürlich außerdem den Fraktionazwang gibt. Mich interessiert: Wer trifft und verantwortet dann aber in unserem Land Entscheidungen?

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