Created with Sketch.

29. Mrz 2022 | Personal

DEVAP: Anerkennung ausländischer Abschlüsse läuft nicht rund

Der Deutsche Evangelische Verband für Altenarbeit und Pflege e.V. (DEVAP) fordert, die Anerkennung und das Bleiberecht für internationale Pflegepersonen bundesweit anzupassen.

Junge Menschen aus Drittstaaten würden gerne in Deutschland arbeiten, aber die Anerkennung ausländischer Abschlüsse ist ein langwieriger Prozess, insbesondere in der Altenpflege.
Foto: AdobeStock/Daniel Ernst

DEVAP-Vorsitzender Wilfried Wesemann kritisierte, dass die Anerkennung ausländischer Pflegefachkräfte meist nur im Rahmen des Krankenpflegegesetzes möglich sei. Der praktische Einsatzort müsse demnach im Krankenhaus sein. Viele Fachkräfte blieben nach der Ausbildung meist dort. „Deshalb ist die Rekrutierung von Fachpersonal für die stationäre und ambulante Pflege deutlich erschwert“, so Wesemann.

„Eine Anerkennung nach dem Altenpflegegesetz und damit direkte Beschäftigung in der Langzeitpflege kommt jedoch meist nicht in Frage, weil es die Ausbildung zum Altenpfleger in anderen Ländern nicht gibt“, macht Wesemann das Dilemma deutlich. Die meisten Bundesländer wollen eine neue Regelung ab dem Jahr 2025 einführen. Aus Sicht Wesemanns müsse das Gleichwertigkeitsfeststellungsverfahren für Pflegefachkräfte möglichst kurzfristig auf Basis des Pflegeberufegesetzes angepasst werden, weil die Träger bereits heute massive Personalausfälle zu kompensieren hätten.

Zudem müssten kurzfristig auch die Regelungen zum Bleiberecht für Pflegeassistenzkräfte auf Bundesebene angepasst werden, so dass auch Assistenzkräfte mit einer kürzeren Ausbildungszeit nach Abschluss in Deutschland bleiben können und eine Arbeitsgenehmigung erhalten.

Passend dazu: Bayern: Es hakt bei Anerkennung ausländischer Pflegekräfte

Pflegemanagement in Zeiten des Fachkraftmangels

Bücher

Pflegemanagement in Zeiten des Fachkraftmangels

Akuter Personalausfall oder grundsätzlicher Fachkraftmangel beschäftigt täglich Einrichtungsleitungen wie Pflegedienst- und Wohnbereichsleitungen. Dieses Arbeitshandbuch unterstützt alle Verantwortlichen in Einrichtungen der Altenpflege. Ziel ist es, belastende Personalprobleme gründlich zu analysieren und zukünftige Handlungsstrategien zu erarbeiten. Das Autorenteam zeigt, wie bei akutem Personalnotstand schnell und adäquat zu reagieren ist. Wie mittel- und langfristige Personalkonzepte zu entwickeln und umzusetzen sind, die das Notfallmanagement schrittweise überflüssig machen. Profitieren auch Sie von diesem praxiserprobten Instrumentarium, um Krisen bei Personalausfall von vornherein zu vermeiden und durch geschickte personalpolitische, strukturelle, führungsspezifische und organisatorische Maßnahmen die Personalsituation nachhaltig zu stabilisieren.

Das könnte Sie auch interessieren!

0 Kommentare

Sie sind aktuell nicht eingeloggt.

Um einen Kommentar zu verfassen, melden Sie ich bitte an.

Login
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Ok