Created with Sketch.

17. Mai 2022 | Personal

Pflegeberufe durch kürzere Arbeitszeiten attraktiver machen

Der Vorschlag der thüringischen Landtagsabgeordnete Cornelia Klisch (SPD), die wöchentliche Arbeitszeit auf 30 Stunden zu reduzieren, sorgt für Diskussion.

Cornelia Klisch möchte die Wochenarbeitszeit in der Pflege verkürzen
Die Thüringer Landtagsabgeordnete Dr. Cornelia Klisch (SPD) möchte die Pflege zu einem der attraktivsten Berufe am Arbeitsmarkt machen.
Foto: Mario Hochhaus

Die Belastung in der Altenpflege ist enorm hoch. Kann die Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich Berufe in der Kranken- und Altenpflege attraktiver machen? Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Augsburg geht hiermit gutem Beispiel voran: Ab September 2023 gilt immerhin die 35-Stunden-Woche.

„Der Vorschlag klingt grundsätzlich sympathisch und wir begrüßen alle Bemühungen für noch bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege“, sagte Margit Benkenstein, Landesvorsitzende des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) in Thüringen. Probleme sehe sie allerdings bei der Umsetzung. Benkenstein verwies unter anderem darauf, dass die Branche unter erheblichem Fachkräftemangel leide.

Matthias Wilfsroth, Landesgeschäftsführer der Volkssolidarität Thüringen, befürchtet durch den aktuell nicht zu deckenden Mehrbedarf an Personal eine Gefährdung der Versorgung. Die Volkssolidarität sehe aktuell keinerlei Chancen auf eine Umsetzung in der Praxis.

Anne Osterland von der Arbeiterwohlfahrt erklärte, es würden flächendeckende Antworten wie ein Branchentarifvertrag gebraucht, um den Pflegeberuf auf Dauer attraktiv zu machen. „Man muss sich aber immer im Klaren sein, was eine Arbeitszeitreduzierung bedeuten kann. Das kann sein: Arbeitsverdichtung - was zuvor in 40 Stunden erledigt wurde, muss nun in 35 Stunden passen.“

Auch interessant: Streit um Tarifpflicht in der Altenpflege geht weiter

Kollegiale Beratung fuer Pflegeberufe

Bücher

Kollegiale Beratung für Pflegeberufe

Wer hätte nicht gern die Möglichkeit, Frustrationen und Konflikte des beruflichen Alltags zeitnah aufzuarbeiten und zu lösen? Die Methode der Kollegialen Beratung bietet hier Hilfe zur Selbsthilfe. Der praktische Leitfaden von Ursula Beckmann erläutert die Einführung von Kollegialen Beratungsrunden, vermittelt lösungsorientiertes Basiswissen, zeigt den Nutzen und die Grenzen der Methode auf. Pflegedienstleiter, die den kollegialen Austausch voranbringen wollen, erfahren: - wann "gegenseitige Beratung auf Augenhöhe" zum Ziel führt, - wodurch sich offene Atmosphäre und gute Gesprächskultur fördern lassen, - wie sich Kollegiale Beratung von Coaching oder Teambildung unterscheidet. Als erfahrene Beraterin zu Fragen der Teamentwicklung und Kommunikation, ermutigt Ursula Beckmann alle Interessierten, die Methode für sich zu nutzen. Denn viele Probleme des Berufsalltags lassen sich mit Kollegialer Beratung lösen! Unser Tipp: Dieses Buch können Sie auch in elektronischer Form als eBook bestellen. Hier gelangen Sie zur Bestellseite.

Das könnte Sie auch interessieren!

1 Kommentare

Sie sind aktuell nicht eingeloggt.

Um einen Kommentar zu verfassen, melden Sie ich bitte an.

Login

Unbekannter Nutzer

17. Mai 2022

Und noch ein unsinniger Vorschlag mehr. Logik: Es fehlt Personal also lasse ich es einfach weniger arbeiten und weil weniger arbeiten so toll ist, wollen das dann plötzlich ganz viele Menschen in der Pflege machen. Aufwachen, weniger arbeiten machen schon heute ganz viele Arbeitnehmer. Sie sitzen in der öffentlichen Verwaltung, auf Ämtern, in Rathäusern, bei NGO`s, Stiftungen, Opfervereinen in Demokratieförderprojekten und, und, und. Mein Vorschlag: Minderleister an anderer Stelle entlassen, Pflegedienstleistung nicht über die Personalressource hinaus anbieten und Familien selbst in die Verantwortung nehmen.

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Ok