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25. Mai 2022 | Pflegemanagement

Studie zeigt enormes Einsparpotenzial durch Digitalisierung

Durch den stärkeren Einsatz digitaler Hilfsmittel wie elektronische Patientenakte oder eRezept könnten die Kosten von Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen deutlich gesenkt werden.

Eine Altenpflegerin informiert sich am Tablet über den aktuellen Zustand eines Heimbewohners.
Foto: Werner Krüper

Dies ist das Ergebnis einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Beratungsunternehmens McKinsey. Auch wenn das größte Einsparpotenzial bei den Krankenhäusern und der Ärzteschaft liegt, sieht die Studie auch in anderen Bereichen wie der stationären Langzeitversorgung, ein Sparpotenzial von bis zu 2,3 Milliarden Euro jährlich. Insgesamt könnten im deutschen Gesundheitswesen bis zu 42 Milliarden Euro jährlich eingespart werden.

„Richtig eingesetzt, kann die Digitalisierung im Gesundheitsbereich massiven Nutzen stiften“, sagte McKinsey-Studienautor Stefan Biesdorf. Und dass im Gesundheitswesen noch immer das Fax benutzt wird, quittiert Biesdorf mit einem Kopfschütteln.

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Großes Effizienzpotenzial sehen die McKinsey-Fachleute sowohl in der elektronischen Patientenakte als auch im E-Rezept. Auch Altenheime können wie Krankenhäuser enorm von dieser Umstellung auf papierlose Datenverarbeitung profitieren. Das Einsparpotenzial liege im gesamten Gesundheitswesen bei 9,9 Milliarden Euro pro Jahr. Durch eine bessere mobile Vernetzung von Pflegepersonal oder die auf Barcodes basierte Verabreichung von Medikamenten ließen sich insgesamt bis zu 6,7 Milliarden Euro sparen.

Eugen Brysch von der Deutschen Stiftung Patientenschutz sieht in der Studie Versäumnisse der verschiedenen Akteure des Gesundheitswesens und fordert: „Der Bundesgesundheitsminister ist aufgefordert, Leistungsanbieter auszuschließen, die sich nicht an der Digitalisierung beteiligen.“

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