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01. Jul 2022 | Ausbildung

Pflegestudium in Deutschland läuft nicht

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat erstmals Zahlen zur akademischen Pflegeausbildung vorgelegt. Die Anzahl der Pflegestudierenden ist erschreckend niedrig.
Akademisierungsquote Pflege verschwindend gering
Die Auslastung der primärqualifizierenden Studiengänge, die zu einem Berufsabschluss als Pflegefachmann bzw. Pflegefachfrau führen, liegt nur bei etwa 50 Prozent.
Foto: AdobeStock/Gerhard Seybert

Im Jahr 2020 lag die Akademisierungsquote im BIBB-Pflegepanel bei 1,70 Prozent für alle Studierenden bzw. 0,78 Prozent, wenn nur primärqualifizierend Studierende gezählt werden. Im Jahr 2021 lagen die entsprechenden Zahlen mit 1,74 Prozent bzw. 0,82 Prozent geringfügig höher.

Hochschulen mit primärqualifizierenden Studiengängen verleihen den Absolventinnen und Absolventen den akademischen Grad eines Bachelors. Gleichzeitig erhalten die Studierenden die Berufszulassung zum Pflegefachmann bzw. zur Pflegefachfrau. Nach Angaben des BIBB gibt es mittlerweile 27 Hochschulen in Deutschland, die ein primärqualifizierendes Studium anbieten.

In absoluten Zahlen ausgedrückt wirkt die Anzahl der Pflegestudierenden in Deutschland verschwindend gering. Gegenüber 61.458 Auszubildenden zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann gab es nur 1.091 Studierende in vergleichbaren Studiengängen, davon 508 in primärqualifizierenden Studiengängen. Interessant: Es gibt deutlich mehr Studienangebote als nachgefragt werden. Nur etwa 50 Prozent der angebotenen primärqualifizierenden Studienplätze wurden im aktuellen Semester belegt.

Mit diesen Zahlen klingt die Forderung des Wissenschaftsrates nach einer Akademisierungsquote von zehn bis 20 Prozent für die Pflege nahezu utopisch.

Passend dazu: Pflege-Bachelor „nahezu nicht studierbar“

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