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10. Aug 2022 | Personal

Hamburg macht ernst mit Betretungsverboten

Die Hamburger Gesundheitsämter haben nach Inkrafttreten der einrichtungsbezogenen Impfpflicht inzwischen 160 Betretungsverbote ausgesprochen.

Impfpflicht - Erste Betretungsverbote verhängt
Die Umsetzung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht kann dazu führen, dass ungeimpfte Beschäftigte bis Ende des Jahres nicht mehr in der Altenpflege arbeiten dürfen.
Foto: AdobeStock/Robert Kneschke

Damit hat sich die Zahl in den vergangenen anderthalb Wochen mehr als verzehnfacht, sagte Martin Helfrich, Sprecher der Gesundheitsbehörde, der Deutschen Presse-Agentur. Hinzu kämen rund 140 Bescheide, in denen Auflagen angeordnet worden seien. Weitere rund 1.000 Fälle sind den Angaben zufolge noch in der Prüfung.

In einzelnen, kleinen Einrichtungen könne der Wegfall einzelner Beschäftigten durchaus problematisch sein kann, sagte der Behördensprecher. Insgesamt falle aber die Quote der Fälle, in denen Menschen wegen einer fehlenden Impfung nicht mehr in ihrem Job arbeiten dürfen sehr gering aus.

Den Ermessensentscheidungen der Gesundheitsbehörden gingen laut Helfrich jeweils gründliche Prüfungen voraus. So seien die Betroffenen mehrfach aufgefordert worden, Unterlagen vorzulegen, die eine Impfung oder eine Befreiung von der Impfpflicht belegen.

Gemäß Infektionsschutzgesetz müssen unter anderem auch Alten- und Pflegeheime sowie ambulante Pflegedienste den Gesundheitsämtern seit Mitte März ungeimpfte Mitarbeiter melden Bei den Gesundheitsämtern der Hansestadt gingen nach Angaben der Sozialbehörde von fast 1.000 Einrichtungen Meldungen über knapp 5.000 Personen ein, die zunächst keinen Impfnachweis erbracht hatten.

Derweil gibt es eine kontrovers geführte Debatte um ein früheres Aussetzen der Impfpflicht, von der alle Beschäftigten in der Altenpflege betroffen sind. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) lehnt bisher eine Diskussion darüber ab.

Passend dazu: Tauziehen um die einrichtungsbezogene Impfpflicht

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2 Kommentare

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Unbekannter Nutzer

12. Aug 2022

Ich finde es immer wieder unglaublich, was gerade in Deutschland passiert! Aufgrund neuer Pflegeeinrichtungen, Schließung von Pflegeeinrichtungen wegen Personalmangel!!!, stehen gerade Angehörige, Bewohner, Patienten aus KH vor riesigen Problemen. Wir bekommen dies in unserem Landkreis gerade massiv zu spüren. Teilweise können Betten aufgrund von zu wenig Personal nicht belegt werden - aber Hauptsache Gelder in andere Länder schicken, anstatt das eigene Land zu stabilisieren, dass eigene Volk zu unterstützen und die Pflegekräfte ihre Arbeit machen zu lassen. Würde unser Gesundheitsamt auch nur im Ansatz davon Gebrauch machen, würden sie die Lage massiv verschlimmern. Scheinbar haben diese Beamte noch ein wenig Grips im Schädel. Ich lade Herrn Lauterbach gerne dazu ein, 4 Wochen durch unseren Landkreis, in dessen Einrichtungen, amb. Diensten usw. mitzuarbeiten, damit er mal wieder einen Bezug zur Realität bekommt. Er hält an Dingen fest, die realistisch und statistisch betrachtet nicht mehr tragbar sind! Viele meiner Kollegen und ich selbst trage mich mit dem Gedanken die Pflege zu verlassen, weil bei keinen unserer Behörden oder Prüfinstanzen (Gesundheitsamt/ FQA/ MDK) ein Umdenken und somit eine Anpassung der Umstände auch nur in Erwägung gezogen wird. Jegliche angebliche "Nachbesserung" steuerte einer weiteren Katastrophe entgegen. Es kann doch nicht sein, dass unser Land von lauter "Hirnzombies" regiert wird, die keine Ahnung haben wie die Basis funktioniert, geschweige denn im Sinne des Volkes entscheiden!!!

Mr.Snail

11. Aug 2022

Wenn der Staat versus Politiker glauben, dass sie Politik gegen die Bürger machen können haben sie sich geirrt. Wer nicht davor zurückschreckt, Bedingungen für die Ausübung eines wichtigen Berufes zu stellen muss sich nicht wundern, wenn Vertrauen, Zustimmung und Solidarität zu Politik und unserem Gemeinwesen schwinden. Unser Land wird zugrunde gerichtet und die Verantwortlichen kennen wir.

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