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26. Nov 2020 | News

30 Schnelltests pro Monat für jeden Pflegebedürftigen

Ab dem 1. Dezember sollen für jeden Pflegebedürftigen 30 kostenlose Corona-Schnelltests pro Monat statt bisher 20 möglich sein. Das geht aus einem am 25. November gefassten Beschluss von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer hervor. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz zeigt sich enttäuscht.

Statt 20 nun 30 Corona-Schnelltests pro Pflegebedürftigem pro Monat: Darauf haben sich Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer nun geeinigt.

Foto: Adobe Stock/aneriksson

Außerdem sollen jedem Heimbewohner und jedem Krankenhauspatienten gegen eine geringe Eigenbeteiligung ab Dezember 15 FFP2-Masken angeboten werden. Dadurch sollen "Bewohner in Einrichtungen zu Weihnachten unter möglichst sicheren Bedingungen Familienbesuch erhalten können", heißt es in dem Bund-Länder-Beschluss.

"Mit 30 Schnelltest pro Monat kann es nicht gelingen, das Virus dort zu stoppen, wo es am härtesten zuschlägt", sagt Stiftungsvorstand Eugen Brysch. Pflegebedürftige, Klinikpatienten, Angehörige und Personal würden weiterhin nicht mit täglichen Schnelltests zusätzlich geschützt, wie es die Stiftung Patientenschutz gefordert hatte (wir berichteten am 17. November).

"Für pflegebedürftige, chronisch und schwerstkranke Menschen wird es wohl ein düsteres Weihnachtsfest", sagte Brysch. Hygienegrundschutz und klassische PCR-Test bräuchten die Ergänzung durch Schnelltests, sonst sei Einsamkeit in Heimen und Krankenhäusern programmiert. Ungeklärt sei auch, wie Schnelltests Schutzbedürftige und Helfer unverzüglich erreichen sollen. Angehörige, Dienste und Einrichtungen könnten die Mammutaufgabe personell und finanziell nicht aus eigener Kraft stemmen.

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9 Kommentare

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26. Nov 2020

Ich halte das tgl. Testen der Bewohner/Patienten für übertrieben. Auch ist der Zeitaufwand keinesweg mit 20 Minuten anzusezten. Die Durchführung dauert 5 Minuten + 2 Minuten zur Dokumentation nach den 15 Minuten Wartezeit. Auch muss die Durchführung nicht mehr nur durch Pflegefachkräfte erfolgen Mit der Änderung des § 24 Satz 2 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) in Verbindung des 3. Bevölkerungsschutzgesetzes wurde am 21.11.2020 der Arztvorbehaltet und somit die auschl. Dlegation an Pflegefachkräfte für die Durchführung der Schnelltests aufgehoben. Es dürfen nun auch Pflegehilfskräfte und z.B. Heilerziehungspflegerinnen den Test deurchführen. Voraussetzung ist nur, das sie entsprechend eingewiesen wurden! Auch die von einigen Gesundheitsämtern verlangte Einweisung durch einen Arzt und entsprechender Nachweis für die Testgenehmigung ist damit hinfällig geworden.

Unbekannter Nutzer

26. Nov 2020

Ich halte das tgl. Testen der Bewohner/Patienten für übertrieben. Auch ist der Zeitaufwand keinesweg mit 20 Minuten anzusezten. Die Durchführung dauert 5 Minuten + 2 Minuten zur Dokumentation nach den 15 Minuten Wartezeit. Auch muss die Durchführung nicht mehr nur durch Pflegefachkräfte erfolgen Mit der Änderung des § 24 Satz 2 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) in Verbindung des 3. Bevölkerungsschutzgesetzes wurde am 21.11.2020 der Arztvorbehaltet und somit die auschl. Dlegation an Pflegefachkräfte für die Durchführung der Schnelltests aufgehoben. Es dürfen nun auch Pflegehilfskräfte und z.B. Heilerziehungspflegerinnen den Test deurchführen. Voraussetzung ist nur, das sie entsprechend eingewiesen wurden! Auch die von einigen Gesundheitsämtern verlangte Einweisung durch einen Arzt und entsprechender Nachweis für die Testgenehmigung ist damit hinfällig geworden.

Unbekannter Nutzer

26. Nov 2020

Ich halte das tgl. Testen der Bewohner/Patienten für übertrieben. Auch ist der Zeitaufwand keinesweg mit 20 Minuten anzusezten. Die Durchführung dauert 5 Minuten + 2 Minuten zur Dokumentation nach den 15 Minuten Wartezeit. Auch muss die Durchführung nicht mehr nur durch Pflegefachkräfte erfolgen Mit der Änderung des § 24 Satz 2 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) in Verbindung des 3. Bevölkerungsschutzgesetzes wurde am 21.11.2020 der Arztvorbehaltet und somit die auschl. Dlegation an Pflegefachkräfte für die Durchführung der Schnelltests aufgehoben. Es dürfen nun auch Pflegehilfskräfte und z.B. Heilerziehungspflegerinnen den Test deurchführen. Voraussetzung ist nur, das sie entsprechend eingewiesen wurden! Auch die von einigen Gesundheitsämtern verlangte Einweisung durch einen Arzt und entsprechender Nachweis für die Testgenehmigung ist damit hinfällig geworden.

Unbekannter Nutzer

26. Nov 2020

Schöne Idee, es können auch noch weitere 1000 Betten auf die Intensivstation gestellt werden, dass macht die Sache auch nicht besser, wenn keine Pflegekraft da ist um aktiv zu werden.

Unbekannter Nutzer

26. Nov 2020

Schöne Idee, es können auch noch weitere 1000 Betten auf die Intensivstation gestellt werden, dass macht die Sache auch nicht besser, wenn keine Pflegekraft da ist um aktiv zu werden.

Unbekannter Nutzer

26. Nov 2020

Schöne Idee, es können auch noch weitere 1000 Betten auf die Intensivstation gestellt werden, dass macht die Sache auch nicht besser, wenn keine Pflegekraft da ist um aktiv zu werden.

Unbekannter Nutzer

26. Nov 2020

Auch wir finden die Möglichkeit der Schnelltests klasse und nutzen sie auch. Es gibt ein gewisses Gefühl der Sicherheit, welches uns in den Monaten zuvor leider oftmals gefehlt hat. Doch ist die Durchführung der Schnelltests auch extrem personalbindend und personalintensiv. Es ist ja kaum zu schaffen, die Anzahl von 20 Tests pro Bewohner im Monat tatsächlich einzusetzen. Wir reden hier mal flott von 2000 Tests in einem 100-Betten-Haus. Pro Test rund 20 Minuten Zeitaufwand (inkl. Dokumentation...) bedeuten 666 Arbeitsstunden pro Monat (Fachkräfte!!!). Welches Heim kann das stemmen? Hier wäre dringender Handlungsbedarf angezeigt (z. B. durch den Einsatz von zusätzlichen Kräften wie Bundeswehrsoldaten...)... aber mit dieser Mammutaufgabe werden wir wieder ziemlich alleine gelassen....

Unbekannter Nutzer

26. Nov 2020

Auch wir finden die Möglichkeit der Schnelltests klasse und nutzen sie auch. Es gibt ein gewisses Gefühl der Sicherheit, welches uns in den Monaten zuvor leider oftmals gefehlt hat. Doch ist die Durchführung der Schnelltests auch extrem personalbindend und personalintensiv. Es ist ja kaum zu schaffen, die Anzahl von 20 Tests pro Bewohner im Monat tatsächlich einzusetzen. Wir reden hier mal flott von 2000 Tests in einem 100-Betten-Haus. Pro Test rund 20 Minuten Zeitaufwand (inkl. Dokumentation...) bedeuten 666 Arbeitsstunden pro Monat (Fachkräfte!!!). Welches Heim kann das stemmen? Hier wäre dringender Handlungsbedarf angezeigt (z. B. durch den Einsatz von zusätzlichen Kräften wie Bundeswehrsoldaten...)... aber mit dieser Mammutaufgabe werden wir wieder ziemlich alleine gelassen....

Unbekannter Nutzer

26. Nov 2020

Auch wir finden die Möglichkeit der Schnelltests klasse und nutzen sie auch. Es gibt ein gewisses Gefühl der Sicherheit, welches uns in den Monaten zuvor leider oftmals gefehlt hat. Doch ist die Durchführung der Schnelltests auch extrem personalbindend und personalintensiv. Es ist ja kaum zu schaffen, die Anzahl von 20 Tests pro Bewohner im Monat tatsächlich einzusetzen. Wir reden hier mal flott von 2000 Tests in einem 100-Betten-Haus. Pro Test rund 20 Minuten Zeitaufwand (inkl. Dokumentation...) bedeuten 666 Arbeitsstunden pro Monat (Fachkräfte!!!). Welches Heim kann das stemmen? Hier wäre dringender Handlungsbedarf angezeigt (z. B. durch den Einsatz von zusätzlichen Kräften wie Bundeswehrsoldaten...)... aber mit dieser Mammutaufgabe werden wir wieder ziemlich alleine gelassen....

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