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03. Apr 2020 | News

37 Millionen Schutzmasken vom Bund beschafft

Schutzmasken für Klinik- und Pflegepersonal sind nicht mehr einfach zu beschaffen. Deshalb will Bundesgesundheitsminister Spahn den Aufbau der hiesigen Produktion ankurbeln.

Gesundheitsminister Jens Spahn: "Das ist kein Sprint, sondern ein Langstreckenlauf." Foto: BMG

Zur Vermeidung von Lieferengpässen in der Corona-Krise sollen nach dem Willen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) medizinische Schutzmasken auch wieder in Deutschland produziert werden. "Das, was geht, kaufen wir von ausländischen Herstellern", sagte Spahn am Freitag nach dem Besuch des zentralen Umschlaglagers im thüringischen Apfelstädt für die vom Bund beschaffte medizinische Schutzausrüstung. "Aber die Epidemie und die Entwicklung der vergangenen Wochen zeigt auch, dass wir auf Dauer nicht so abhängig sein sollten vom internationalen Markt."

Der weltweite Markt für Schutzmasken sei hart umkämpft. "Ein Centprodukt ist gerade goldwert", sagte Spahn. Und nicht immer würden sicher geglaubte Lieferungen am Ende auch ankommen. Die Bundesregierung habe deshalb ein Angebot an die heimische Wirtschaft gemacht und wolle diese beim Aufbau der Schutzmaskenproduktion unterstützen. Es gehe dabei um Sicherheiten für die Firmen bei Abnahme und Preis. Derzeit liefen Gespräche mit Unternehmen etwa aus dem Maschinenbau und der Textilindustrie.

Über das Lager in Apfelstädt (Kreis Gotha) wurden nach Ministeriumsangaben bislang knapp 37 Millionen FFP-Mundschutze und OP-Masken an die Bundesländer verteilt. Die Schutzmasken kauft der Bund weitestgehend in China. Auch mehr als 24 Millionen Handschuhe verteilte der Logistikanbieter Fiege in Apfelstädt an die Kassenärztlichen Vereinigungen und Bundesländer. Hinzu kommen Kittel, Schutzbrillen und Desinfektionsmittel.

Der Nachschub an Masken sei eine Entlastung, aber reiche abschließend noch nicht aus, sagte Spahn. Das sei erst der Anfang der Epidemie und der Anfang der Maskenbeschaffung. "Das ist kein Sprint, sondern ein Langstreckenlauf." Die Vereinbarung mit Fiege zeige aber, dass es immer besser gelinge, die dringend benötigte Schutzausrüstung für Ärzte und Pflegekräfte zu beschaffen. (dpa)

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