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01. Mrz 2018 | News

Altenpflegehelfer: Ausbildung auch ohne Schulabschluss

In einem neuen Modellprojekt will der hessische Landtag die Ausbildung zum Altenpflegehelfer zugangsfrei machen. Zuvor war mindestens ein Hauptschulabschluss notwendig, dieser soll im Projekt ausbildungsbegleitend erreicht werden. Mit dem neuen Ansatz will man die Personalnot in hessischen Altenpflegeeinrichtungen verringern.

Altenpflegehelfer werden, ohne Schulabschluss – Ein Modellprojekt in Hessen macht es für 160 Teilnehmer jährlich möglich.Foto: Krüper

Durch das Projekt sollen vermehrt auch Flüchtlinge eine Chance bekommen, den Beruf zu ergreifen, sagte die seniorenpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Irmgard Klaff-Isselmann.

Daniela Sommer, Abgeordnete der SPD-Fraktion im Landtag, nannte die Pläne einen "kleinen Baustein angesichts der Herausforderungen des Fachkräftemangels". Wünschenswert sei, den Zugang zu den Pflegeberufen noch früher zu ebnen, etwa durch ein Sozialpraktikum in der Schule.

Von der Opposition kam insgesamt überwiegend Zustimmung. Allein die Landtagsfraktion der Linken kritisierte, dass der Personalmangel in der Pflege insgesamt so nicht behoben werden könne, denn dafür brauche es bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband in Hessen sprach sich ebenfalls klar für die Pläne der schwarz-grünen Regierung aus. Ein wichtiger Punkt sei laut Grundsatzreferentin Annette Wippermann, dass sich Azubis aus dem Kreis der Flüchtlinge womöglich besser damit auskennen, wie mit Pflege in anderen Kulturen umgegangen wird. "Und die Nachfrage nach kultursensibler Pflege in Deutschland wächst stetig", so die Expertin weiter.

160 Plätze soll das Modellprojekt jährlich haben. Laut der Hessenschau fehlen dem Land bis zum Jahr 2030 rund 7.000 Altenpfleger und 4.000 Krankenpfleger. Zudem gehen bis dahin 10.000 Pfleger in den Ruhestand.

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