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30. Apr 2018 | News

"Altenpfleger sind eine bessere Investition in die Gesellschaft als Raketenwerfer"

In ungewöhnlicher Form hat die Partei Die Linke auf das Thema des Personalnotstands in Pflegeheimen und Krankenhäusern reagiert. In einer Pressemitteilung zieht Bernd Riexinger als Vorsitzender der Partei Vergleiche zwischen Pflegebranche und Waffenhandel.

"Die Bundestagsabgeordneten sollen entscheiden, ob sie Raketenwerfer oder Altenpfleger für eine bessere Investition in die Gesellschaft halten": Bernd Riexinger, Vorsitzender der Partei Die Linke.Foto: Ben Gross Photography

Anstatt von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) eine Liste mit Waffen zu erhalten, die es ihrer Ansicht nach zur Aufrechterhaltung der Verteidigungsbereitschaft der Bundeswehr zu erwerben gelte, sollten die Abgeordneten des Deutschen Bundestags von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) eine detaillierte Aufstellung mit Maßnahmen gegen den Pflegenotstand bekommen, so der Chef der Linkspartei: "Dann können die Bundestagsabgeordneten entscheiden, ob sie Raketenwerfer oder Altenpfleger für eine bessere Investition in die Gesellschaft halten."

Auch im Rest seiner Pressemitteilung bleibt Riexinger bisweilen dem militärischen Duktus verhaftet. So heißt es in der Überschrift des Textes "Pflegenotstand: Personalmangel tötet". Und an einer anderen Stelle: "Wer ernsthaft darüber nachdenkt, Roboter durch menschliche Pflege zu ersetzen, hat den Schuss nicht gehört."

Die Linkspartei fordert insgesamt eine Ausbildungsoffensive für die Pflege und "anständige Löhne" für die dort Beschäftigten. Zum Internationalen Tag der Pflegenden am 12. Mai will die Partei eine "bundesweite Kampagne für mehr Personal für Pflege und Gesundheit" starten.

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