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09. Okt 2017 | News

Altenpflegerin wird Bundestagsabgeordnete

Im neuen Deutschen Bundestag wird zukünftig eine examinierte Altenpflegerin als Abgeordnete vertreten sein. Claudia Moll aus dem nordrhein-westfälischen Eschweiler hat bei der Bundestagswahl für die SPD überraschend den Wahlkreis "StädteRegion Aachen" (Aachen II) gewonnen und sitzt fortan als Volksvertreterin im Parlament in Berlin.

Als Altenpflegerin neu im Bundestag: Claudia Moll hat für die SPD den Wahlkreis Aachen II gewonnen. Und verdient ihr Geld, nach 27 Jahren in der Altenpflege, zumindest die nächsten vier Jahre als Parlamentarierin.Foto: nrwspd

Die Rheinländerin, 48 Jahre alt und zweifache Mutter, ist seit 27 Jahren in der Altenpflege tätig: "Im Schichtdienst, auch am Wochenende." Damit ist für die kommenden vier Jahre zunächst einmal Schluss. Moll hat in ihrem Wahlkreis mit einem hauchdünnen Vorsprung von 733 Stimmen den CDU-Kandidaten und Amtsinhaber Helmut Brandt im Kampf um das Direktmandat geschlagen – Moll errang 36,89 Prozent der Stimmen, ihr Rivale kam auf 36,5 Prozent. Für den letztlich erfolgreichen Wahlkampf hatte sie sechs Wochen unbezahlten Urlaub genommen.

Letztendlich sei es die Pflegereform gewesen, die sie als Altenpflegerin zur Kandidatur für den Bundestag bewogen habe. "Da wurde der stationäre Bereich im Gegensatz zum ambulanten nicht gut genug berücksichtigt", sagte die Neu-Parlamentarierin dem sozialdemokratischen Online-Portal "vorwärts", "das hat mich geärgert."

Ein ausführliches Porträt von Claudia Moll werden Sie in der November-Ausgabe der Zeitschrift Altenpflege lesen können.

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4 Kommentare

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Volker Harmgardt

13. Okt 2017

Im Grundsatz gut, aber "Eine" gegen "Alle" ?!?!? Das sehe ich eher skeptische, da man in der politischen Mühle schnell zermahlen wird. Ich drücke auf jeden Fall die Daumen und hinter Frau Moll steht ein Heer an Pflegekräften ! Die besten Wünsche und gute Grüße, Volker Harmgardt Heimleiter a.D.

Unbekannter Nutzer

12. Okt 2017

Ich habe diese Dame bei "Hart aber fair" gesehen. Zuerst wieder das ewige Sozigejammer von schlechter Bezahlung und viel zuviel Stress. Wie sollen wir mit diesen Aussagen jemals junge Leute gewinnen für einen Pflegeberuf. Später in der Sendung hat sie dann die Kurve bekommen und von ihren positven Erlebnissen im Pflegeberuf erzählt. Das hat mir gefallen. Weiter so! Auch dass sie sich für die beim PSG II zu kurzgekommen Heimbewohner einsetzen will, freut mich. Ob sie das aus der Oposition heraus kann ist fraglich. Ihre Partei hat es nicht geschaft, obwohl sie 4 Jahre mitregiert hat.

Unbekannter Nutzer

12. Okt 2017

Einerseits ist das gut ,aber hoffentlich vergisst die Dame die guten Vorsätze nicht,wenn Sie das erste Geld bekommt. Die meisten Politiker haben leider Ihre Soziale Ader vergessen,als Sie das erste Geld geschnuppert haben. Ich finde wir brauchen schnellsten eine Pflegekammer in jedem Bundesland und den Vorschlag das die Politiker und Lobbyisten mal 4 Wochen eine Pants oä tragen und die auch nur 1x am Tag gewechselt werden . Dann kommen denen mal Gedanken wie "Menschen-Würde " oder "Menschen -Recht" von denen mit Füßen getreten werden. Ich habe selber diesen Beruf erlernt und leider bin ich selber Pflegefall und bin sehr traurig darüber,was aus der Pflege geworden ist. Es geht nur um Zeit ,Geld und Gewinn.

Unbekannter Nutzer

12. Okt 2017

Das finde ich gut! Wenn mit Frau Moll der Sachverstand und die Erkenntnisse aus der Praxis in den Bundestag einziehen, kann das für die Altenhilfe nur gut sein. Ich wünsche Ihr viel Erfolg und Durchhaltevermögen.

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