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31. Jul 2018 | News

Angst bleibt meist unausgesprochen

Es liegt häufig an den Pflegenden, ob sie einen Hinweis auf mögliche Ängste von Bewohnern aufnehmen und ansprechen. Palliativ Care Fachkraft Peter Lux rät Fachkräften, sich zunächst zu fragen, ob sie gerade die Zeit und die Möglichkeit haben, näher auf potenzielle Ängste einzugehen.

Zeit nehmen, zuhören und einfach da sein kann häufig mehr dazu beitragen, Sterbenden Ängste zu nehmen, als – vermeintlich – tröstende Worte.Foto: Werner Krüper

Es sei sicher besser, später mit der nötigen Ruhe noch einmal auf die Äußerung des Anvertrauten einzugehen, als ihn "in Eile mit platten Tröstungen abzuspeisen", schreibt der Gesundheits- und Krankenpfleger am Klinikum Oldenburg in seinem Fachbeitrag in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift Altenpflege. Auch solle man sich bewusst machen, ob man über die erforderlichen Ressourcen und Strategien im Umgang mit Ängsten verfüge.

Aufgrund eigener Hilflosigkeit greifen auch Pflegende zu Maßnahmen und Äußerungen, die auf die Betroffenen zynisch wirken können. "Da ist weniger manchmal mehr", so Lux. Die Schwierigkeit dabei: sich selbst zurückzunehmen. Mit Fragen zur Biografie hingegen können laut Lux Ressourcen aufgedeckt werden. Auch Fragen danach, was der Betroffene glaubt, wie andere, von ihm geschätzte Personen, über etwas denken oder sich verhalten würden, setzen seiner Erfahrung nach neue oder hilfreiche Gedanken frei.

Was Pflegende noch tun können, um Menschen in der Sterbephase ihre Ängste zu nehmen und Ressourcen zur Angstbewältigung zu stärken, steht in der aktuellen Ausgabe von Altenpflege.

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