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08. Jun 2020 | News

Attraktive Arbeitsbedingungen wichtiger als höheres Gehalt

Pflegekräften sind Anerkennung und Entlastung im Arbeitsalltag laut einer Studie der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) noch wichtiger als höhere Löhne.

Regelmäßige und ruhige Pausen tragen beispielsweise zur Entlastung im Arbeitsalltag bei. Foto: Adobe Stock/auremar

Um Personal zu finden, müssten die Arbeitgeber deshalb vor allem die Arbeitsbedingungen verbessern. "Pflegeberufe müssen attraktiver werden", mahnte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Die Personalsituation sei in Bayern besonders angespannt, heißt es in der Anfang Juni veröffentlichten Studie. Auf zwei offene Stellen komme nur eine arbeitssuchende Pflegekraft. Das Wifor-Institut hatte für die vbw Stellenanzeigen sowie mehr als 150 000 Nutzerbewertungen eines großen Online-Bewertungsportal ausgewertet. Ein Ergebnis: Die Forderung nach mehr Gehalt werde in der Pflege seltener geäußert als in der Gesamtwirtschaft.
Der Teamgeist unter Kollegen werde gelobt - aber Vorgesetzten werde oft "Unprofessionalität, mangelnde Transparenz und fehlende Wertschätzung" angekreidet. Zwischen den Hierarchieebenen sei die Kommunikation unzureichend. Dazu komme "mangelndes Umwelt- und Sozialbewusstsein". Altersvorsorge und andere Zusatzleistungen der Arbeitgeber seien seltener als in anderen Branchen. Aber klar sei, dass "monetäre Anreize allein nicht ausreichen", um die Pflegebranche attraktiver zu machen.
Der Studie zufolge arbeiteten 2019 in Bayern 243 000 Menschen in der Pflege, davon mehr als 80 Prozent Frauen. Die Hälfte aller Beschäftigten arbeitete in Teilzeit. Ein Fünftel kam aus dem Ausland. Der Engpass an Pflegepersonal werde in Zukunft deutlich spürbarer werden, so die Prognose. Gesucht würden häufig Arbeitskräfte mit mittlerem Schulabschluss. Berufserfahrung werde weit weniger gefordert als in der Gesamtwirtschaft. Aber körperliche und psychische Belastungen und der Schichtdienst seien anstrengend. Die vbw schlägt betriebliches Gesundheitsmanagement, Aus- und Fortbildungen, betriebliche Integration für ausländische Arbeitskräfte sowie digitale Hilfen vor, die mehr Zeit für die Betreuung der Pflegebedürftigen schaffen.

Spielen in der Ausbildung

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Spielen in der Ausbildung

Auszubildende in der Pflege müssen vieles lernen. Von Pflegeprozessen bis zu Krankheitsbildern. Beim Lernen und Erfassen des Stoffes unterstützen die „Spiele für die Ausbildung“. Mit acht verschiedenen Spielen lässt sich das Pflege-Know-how ganz spielerisch vertiefen und trainieren. So macht das gemeinsame Lernen zur Prüfungsvorbereitung, im Unterricht oder in der privaten Azubi-Runde gleich viel mehr Spaß. Also, auf geht’s zur ersten Runde „Pflegepoker“ oder der Domino-Partie zum Thema Parkinsonsyndrom. Die Spielevorlagen (PDF-Dateien) lassen sich schnell herunterladen. Sie sind ideal für Lehrende wie Lernende.

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1 Kommentare

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12. Jun 2020

Scheinbar betreibt die vbw wieder Lobbyarbeit und ist nur daran interessiert die Beiträge der Pflegeversicherung niedrig zu halten. Mit noch mehr Digitalisierung, Fortbildung und Gesundheitsmanagement kommt nicht eine einzige Pflegekraft zusätzlich ans Bett! Wir benötigen mehr Man- und Womenpower um kurzfristige Personalausfälle kompensieren zu können. Der beste Gesundheitsschutz ist die Einhaltung von Ruhe- und Erholungszeiten!

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