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17. Jan 2018 | News

Bezahlung von Altenpflegern: Forscher sehen großen Nachholbedarf

Arbeitsmarktforscher des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA) sehen bei der Bezahlung von Altenpflegekräften trotz Lohnsteigerungen in den vergangenen Jahren noch erheblichen Nachholbedarf.

Eine neue Studie bringt es an den Tag: Eine vollzeitbeschäftigte Fachkraft in der Altenpflege verdient im Durchschnitt 16 Prozent weniger als im Schnitt alle anderen Beschäftigten in Deutschland.Foto: Krüper

Mit monatlich 2.621 Euro brutto verdient eine vollzeitbeschäftigte Fachkraft in der Altenpflege im Durchschnitt 16 Prozent weniger als im Schnitt alle anderen Beschäftigten, haben die IAB-Forscher in einer umfangreichen Studie herausgefunden. Auch im Vergleich zu Krankenpflegern müssten Altenpfleger teils deutliche Abstriche hinnehmen. So verdienten Fachkräfte in der Altenpflege etwa in Sachsen-Anhalt 30 Prozent weniger als die dortigen Krankenpflegefachkräfte. In Bayern und Baden-Württemberg seien es dagegen nur gut 13 Prozent weniger.

Die finanzielle Lage der Alten- und Krankenpflegekräfte hat sich nach Erkenntnissen der Forscher im Vergleich zu allen anderen Beschäftigten auch durch die Lohnerhöhungen der vergangenen Jahre – die Löhne für Fach- und Hilfskräfte in der Altenpflege legten von 2012 bis 2016 um rund 9,5 Prozent zu und damit etwas stärker als die Löhne insgesamt (8,6 Prozent) – nicht durchgreifend verbessert. Auch das Lohngefälle zwischen Kranken- und Altenpflege habe sich dadurch nur unwesentlich verringert.

Für die Studie haben die IAB-Forscher, die in Sachen Entlohnung von Pflegekräften deutliches "Verbesserungspotenzial" sehen, die Entgeltdaten von 415.000 in Vollzeit beschäftigten Fachkräften in den Pflegeberufen ausgewertet.

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5 Kommentare

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Unbekannter Nutzer

12. Feb 2018

Mehr Mitarbeiter für die Pflege gewinnen:Es gibt Wege die den Beruf erträglich machen und dadurch sich mehr Menschen für diesen Beruf entscheiden ! 1. Wer 40 Jahre in der Pflege durchgehalten hat kann mit 60 in die Rente gehen 2. höchstens 38 Stundenwoche 3. zu betreuende Heimbewohner 4 - 6 in einer Schicht je nach Bedürftigkeit 4. Nachtwache nie allein in einem Haus - immer zu zweit oder bei hoher Bewohnerzahl sogar zu dritt 5.bezahlte Bereitschaftdienste falls Kollegen ausfallen die dann einspringen . Die Bereitschaftszeit wird narürlich bezahlt auch wenn mann nicht einspringen muss - sogenannter Breitschaftlohn. Gab es mal früher - ist aber abgeschafft in vielen Heimen. 6.. Viel mehr Lohn sodas Männer sich mehr entscheiden für den Beruf und eine Familie ernähren können. 7. Löhne überall gleich - oft sind in einem Heim sogar Zulagen unterschiedlich -habe ich selbst erlebt für Nachtarbeit Zulage von 3.25 pro Stunde (Bestandstarif) erhalten und der neue Kollege erhielt auf Grund neuer Verträge -neuer ausgegliedeter neue Name - gleiches Haus nur 1,- Euro Nachtzuschlag pro Stunde- dann kann es passieren das man noch in einer Schicht arbeitet - ICH kann da nur sagen U N M Ö G L I C H ! ! 8. Mehr Betreuung an dem Bewohner und nicht Stunden Irrsinn notieren - d.h.nur noch Fakten wie Diagnosen -Medizinverarbreichung/ Verdauung/ Bewegung -Lagerung- durchgeführte Gespräche/.Verläufe von Krankheitsbilder - oft wird geschrieben in Pflegeplanung was Irrsinn ist - nie erreichbar sein kann Seitenweise niedergeschrieben - unwirklich 9. Exam. Altenpfleger in der Schicht nur für Wunden -Medis-Verwaltungsaufgaben - und Kontrolldienste zuständig sein - waschen können Altenpflegehelfer auch sehr gut und sind verpflichtet die exam. Pflegerin bei Auffälligkeiten hinzuzuziehe 10. Zivildienst wieder einführen - hilft jungen Menschen etwas vom eigentlichen Leben zu erfahren - und früher waren diese jungen Meschen eine riesige Hilfe für die Mitarbeiter und für die Bewoner eine seelische Stütze

Unbekannter Nutzer

12. Feb 2018

Ich kann es nicht mehr hören ! Natürlich - höhere Bezahlung - aber eine kräftige Lohnerhöhung, sodaß auch ein Familienvater mit dem Lohn eine Familie ernähren bzw. die Miete bezahlen kann. Bin seit 1988 exam. Altenpflegerin - ich kann den Satz nicht mehr hören das die Altenpflege nicht erwirtschaftet. Erwitschaften Politiker etwas - die kosten nur- und zwar viel Geld. Und noch etwas - Altenpflegeheime an die Börse - ich muss abkotzen. Mit nicht mehr "gebrauchten " Menschen und Müll wird viel Geld erwirtschaft. pfui !!!!!!!phui ! !

Unbekannter Nutzer

19. Jan 2018

Jetzt stoßen Forscher auf unser jahrelanges Thema, ist ja hoch interessant und erfreut mein Gemüt. Jede Pflegekraft hätte das beantworten können !!! Wir benötigen sofort eine "sehr" deutliche Entgeltsumme für unsere schwierige Arbeit. Mal schauen was GroKo und Pflegekammer so auf die Beine stellen, wenn sie sich endlich zum Regieren gesammelt haben ?!?! Wenn dann alle in ihren bequemen Politiksesseln hocken, sind wir längst im Archiv verschwunden !!! ;-) Grüße in die Runde, Volker Harmgardt

Unbekannter Nutzer

19. Jan 2018

Es gibt doch jetzt endlich mal Anstrengungen zur Vorbereitung der Durchführung einer Studie zur Effektivität von Personalbemesseungsverfahren. Nach der Auswertung könnten ja dann doch auch mögliche Überlegungen zu alternativen Lösungsstrategien in der Zukunft unter Berücksichtigung externer und interner Rahmenbedingungen zur Diskussion in den verschiedensten Gremien zur Verfügung gestellt werden. Bis dahin wird es vieleicht auch die Bürgerversicherung geben. Oder aber der Personalmangel regelt die Gehälter bundesweit, falls es refinanzierbar wäre. Da haben die Krankenhäuser die Nase vorn. Mal abwarten, bis 2030 wird bestimmt was passieren.

Unbekannter Nutzer

18. Jan 2018

wenn ich als Altenpfleger so einen Bericht lese, dann kann ich nur unzufrieden und noch unzufriedener werden.... Man hat eine Studie in Auftrag gegeben, festzustellen, dass ich zuwenig verdiene..... unfassbar. Hat die Studie festgestellt, warum ist das Lohngefälle in der Pflege in den verschiedenen Bundesländern so unterschiedlich ist? zu meinen Aufgaben gehört es auch unter anderen Bewerbungsgespräche zuführen, hierbei wird immer wieder eins klar, der Lohn spielt bei den Mitarbeitern mittlerweile nur eine untergeordnete Rolle. Natürlich müssen wir davon leben, keine Frage. Natürlich brauchen wir einen angemessenen Lohn! Dies ist unbestritten. Aber viel wichtiger wäre es, aus meiner Sicht, das die Politik, die Verantwortlichen und auch die Agentur für Arbeit, daran zu arbeiten wie wir gemeinsam die Bedingungen in der Alten und Krankenpflege für unsere Mitarbeiter verbessern können? Es ist aus meiner Sicht ein Trugschluss zu glauben, das bei höheren Löhnen die Zufriedenheit und die Qualität in der Pflege steigt. Fakt ist, wenn die begleitenden Faktoren stimmen, wie ein ordentliche Personal- und Belegungsmanagement, wenn das Miteinder im Team stimmig ist, wenn eine verlässliche Dienstplanung durch die PDL erfolgt und dies auch konstant erfolgen kann, dann ist der Mitarbeiter auch bereit Einschnitte beim Lohn hinzunehmen. Nicht der Lohn macht den Mitarbeiter in erster Linie zu schaffen, wenn dem so wäre, könnte er sich einen Arbeitgeber suchen, der besser zahlt. Es gibt mittlerweile einige Anbieter die höhere Löhne zahlen, die Fangprämien zahlen usw. Aber ist dort die Mitarbeiterzufriedenheit höher, ist der Mitarbeiter mehr motiviert? Ist die Qualität besser? Aus meiner Sicht sind es vielmehr die Arbeitsbedingungen die für den Mitarbeiter entscheidend sind. Es ist für den Mitarbeiter viel schwieriger, wenn er ständig einspringen muss, nur damit ein Personalschlüssel einer Überprüfung durch die Heimaufsicht oder dem MDK standhält und unbeding erfüllt sein muss. Wenn der Pflegemitarbeiter immer wieder seiner Familie erklären muss, warum, weshalb und warum der Dienstplan wieder einmal geändert werden musste und dadurch das Privatleben des einzelnen zurück stehen muss. Die Politik sollte endlich mal begreifen, das die vielen Vorgaben und Reglementierungen in der Pflege überarbeitet und vereinheitlicht werden sollten. Das die Pfleger in Sachsen weniger verdienen als im Westen, ist sicherlich ein offenes Geheimnis. Ich gehe davon aus, das auch die anderen Berufsgruppen weniger verdienen. Es ist auch kein Geheimnis, das die Rentner im Osten weniger Rente als die im Westen bekommen? Viel zielführender wäre hier die Frage, warum ist dies noch immer so? Als Bundesverband kann man natürlich fordern, das höhere Löhne gezahlt werden sollen. Die Forderung ist beeindruckend, viel zielführender wäre es mit daran zu arbeiten oder aufzuzeigen, wie diese Forderung umgesetzt werden soll? Gut, als Altenpfleger weiß ich nun, das ich zuwenig verdiene. Ein Tipp an die Agentur für Arbeit, falls Sie zuviel Geld haben, man könnte man auch eine Studie zum Gehaltsverlauf für die Reinigungskräfte, die Verkäuferinnen erstellen. Ich würde einmal schätzen, das diese sicherlich auch zu wenig verdienen. Ganz ehrlich, wäre es nicht besser wir würden uns statt dessen besinnen und uns mal der Realität stellen und ergründet, was läuft gut in der Pflege und was nicht so? Welche Vorgaben und Gesetze, welche Regulierungen laufen gut in der Pflege, welche können wir auf das gesamte Bundesgebiet übertragen um überall eine verlässliche und qualitativ hochwertige Pflege unseren Kranken und Alten bieten zu können. Ziel sollte es sein, die Arbeitsbedingungen in der Pflege so zu gestalten, dass es möglich ist, mehr Mitarbeiter für diesen Beruf zu gewinnen, die vielen Mitarbeiter der Alten-und Krankenpflege zu motivieren, zu stärken das sie diesen interessanten, spannenden Beruf noch lange ausführen können und nicht gefrustet oder mit Bournaut nach ein paar Jahren den Job an den Nagel hängen. Keine Frage, ordentliche Löhne sind wichtig, aber die Arbeitsbedingungen sollten wir bei der Lohndebatte nicht unter den Tisch kehren. Denn egal welchen Job wir ausführen, ob wir als Krankenpfleger, Altenpfleger, Pflegehelfer, Bänker oder Politiker tätig sind, was nützt mir das beste Gehalt, wenn ich nicht gern zur Arbeit gehe, weil die Arbeitsbedingungen einfach nicht stimmen. Natürlich würde ich mich auch über höhere Löhne für die Alten-und Krankenpfleger freuen, aber viel wichtiger finde ich es, das jeder, egal ob jung oder alt, die Pflege bekommt, die er benötigt, die Zeit die er braucht, und die Unterstützung die er benötigt. Oft sind es die kleinen Dinge im Leben die uns glücklicher machen.

Unbekannter Nutzer

19. Jan 2018

Klasse Kommentar !!!

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