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26. Sep 2018 | News

Bundesrat stimmt Ausbildungs- und Prüfungsverordnung zu

Nachdem der Deutsche Bundestag sie bereits Ende Juni verabschiedet hatte (wir berichteten), hat nun auch der Bundesrat – also die Vertretung der 16 Bundesländer – der neuen Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe (PflAPrV) zugestimmt. Dadurch ist die Reform der Pflegeberufe einen großen Schritt vorangekommen.

Die Reform der Pflegeausbildung kommt voran. Nun hat auch der Bundesrat der neuen Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe zugestimmt.Foto: Krüper

Trotz ihrer Zustimmung ist die Länderkammer nicht mit allen Nuancen der PflAPrV einverstanden. So befürchtet sie etwa, dass die Verordnung einen Kompetenzverlust in der Altenpflege einleiten könnte. Wörtlich heißt es in der Entschließung des Bundesrats: "Der Bundesrat bedauert, dass in der Anlage 4 der PflAPrV die Kompetenzen für die staatliche Prüfung zur Altenpflegerin oder zum Altenpfleger so festgelegt und beschrieben sind, dass sie gegenüber den Kompetenzen für die staatliche Prüfung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann als Absenkung des Kom-petenzniveaus verstanden werden müssen."

Das Gremium forderte daher die Bundesregierung auf, die Niveauabsenkung zum nächstmöglichen Zeitpunkt aufzuheben und bereits jetzt einer möglichen Benachteiligung dieses Berufs gegenzusteuern. Damit griff der Bundesrat eine bereits vor Wochen geäußerte Kritik zahlreicher Verbände, etwa des Deutschen Pflegerats (DPR), auf.

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2 Kommentare

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Unbekannter Nutzer

27. Sep 2018

Ich hoffe, dass die Korrektur stattfindet, ansonsten schlittern wir vom Pflegenotstand in den Bildungsnotstand mit weitreichenden Folgen für Altenpflegepersonal und pflegebedürftige Bewohner, siehe oben. Mich wundert nur, dass die Regierung so dreist ist, diese Version dem Bundesrat vorzulegen, wo doch die Wähler der CDU entweder im Alter sind, die selbst auf Pflege angewiesen sind oder sich um einen pflegebedürftigen Angehörigen kümmern.

Unbekannter Nutzer

02. Okt 2018

Bravo Frau Fasihi...in der Tat sind gravierende Korrekturen, lt. massiver Kritik des Bundesrates, unverzüglich notwendig. Die wackelnde GROKO versucht auf Biegen und Brechen Handlungsfähigkeit zu zeigen, mit fatalen Folgen. Unausgegorene mit heißer Nadel gestrickte Gesetzentwürfe die nicht mal etwas verbessern, sondern katastrophale Zustände eher noch verschärfen.... Das einzige Mittel NEUWAHLEN.....

Unbekannter Nutzer

27. Sep 2018

Bundesrat stimmt Ausbildungs- und Prüfungsverordnung zu... ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- unmissverständlich hätte die Überschrift lauten müssen : " Bundesrat stimmt mit vielfachen und unmissverständlichen massiven Bedenken zu " Auswirkungen / Signale / die von dieser Verordnung ausgehen sind : 1. Degradierung der Altenpflege als quasi jetzt Hilfsberuf 2.Klasse, durch Absenkung von Kompetenzen 2. katastrophale Signalwirkung für Altenpflegekräfte, massiver Imageverlust in der Öffentlichkeit 3. Verordnung ignoriert vollkommen die erheblich gestiegenen Anforderungen in der Pflege 4. Ziele der Ausbildungsreform z.B.Qualitätsverbesserungen wurden "vorsätzlich" aufgegeben. 5. die eigentlichen Ziele der generalistischen Ausbildung werden ad absurdum geführt. Das Gegenteil wird bewirkt...... Pflegefachkräfte werden auch durch bessere Bezahlung das schon bisher sichtbare erhebliche Gefälle zu den Altenpflegekräften, auch bei der Bezahlung, zementieren. Dies wird den Personalnotstand in der Pflege noch erheblich verschärfen, statt abmildern ! 6. Hessen hat bereits am 21.Juni 2018 Altenpflegegesetz " reformiert" Dr.Stefan Hölz Abteilungsleiter Gesundheit des hessischen Sozialministeriums hat bereits ein Modellprojekt ohne Hauptschulabschluss Zugang in die Altenpflege zu erhalten gestartet. Nicht nur das Migranten sollen außerdem in gerade mal 1 Jahr sowohl Hauptschulabschluss als auch Qualifikation in der Pflege erlangen. Herr Dr.Stefan Hölz kann doch NICHT so blauäugig sein nur ansatzweise auf ein positives Ergebnis zu hoffen ? Diese Aktivitäten können nur einem sinnlosen Aktionismus entspringen, oder grenzenloser Un- kenntnis über die Gesamtproblematik im Pflegebereich. Für alle direkt betroffenen Menschen wie Pflegekräfte aber auch zu Pflegende werden sich leider weder kurz noch mittelfristig die Verhältnisse verbesser, leider.

Unbekannter Nutzer

30. Sep 2018

Hallo Herr Raab, in der Tat ich stehe dazu die Vorschläge von Herrn Dr. Hölz sind ein kleiner " Lichtblick ". Was jedoch KEIN Lichtblick ist Herr Dr. Hölz schlug telefonischen Gedankenaustausch vor...Erreichbarkeit jedoch NULL. Sie haben aber auch zutreffend aus meinem Kommentar herausgelesen er sollte auch ironisch verstanden werden. Das deutsche Bildungssystem ist doch " marode "mit stetig steigender Zahl von deutschen Jugendlichen ohne Hauptschulabschluss. Dies zu kompensieren wird auch Herrn Dr. Hölz NICHT gelingen....

Unbekannter Nutzer

27. Sep 2018

Hans Christoph: Am 04.09.2018 wurde ihrerseits ein positiver Kommentar zu dem Thema Migranten-Pflege-Hauptschulabschluss und der pragmatischen Umsetzung in Hessen hier veröffentlicht (im Übrigen dauert die Ausbildung 2 Jahre, nicht 1 Jahr) Wieso jetzt der Sinneswandel unter Pkt. 6 ihrer Ausführungen ? Oder sollte der Kommentar vom 04.09. ironisch zu gemeint sein ? Zitat vom 04. September 2018, 09:29 Hans Christoph schrieb: Lichtblick für den Pflegeberuf Herr Dr. Stephan Hölz packt die Probleme in der Pflege an ! --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Bravo Herr Dr. Hölz endlich folgen praktische Schritte, um Schritt für Schritt, die Personalprobleme in der Pflege zu lösen. Beiläufig werden jedoch auch massive Versäumnisse des deutschen Schulsystems abgefedert (kompensiert) In der Pflege sind Pflegekräfte mit Herz und Verstand, und KEINE herzlosen verbogenen Akademiker gefordert. Die egozentrische Kritik des Hans-Josef Börsch, Viorstandsmitglied der ZWANGSPFLEGEKAMMER Rheinland-Pfalz, ist all` zu durchsichtig....leicht durchschaubar.... Der Abteilungsleiter im hessischen Sozialministerium Herr Dr. Stephan Hölz sollte sich jegliche Einmischung seitens Hans-Josef Börsch ( Vorstandsmitglied der ZWANGSPFELGEKAMMER ) verbitten !!

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