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12. Mrz 2020 | News

Coronavirus: DBfK fordert Mitarbeiterschutz in der Pflege

In einem Positionspapier hat die World Health Professions Alliance (WHPA) von allen Regierungen weltweit gefordert, Mitarbeiter ihrer Gesundheitssysteme maximal zu unterstützen. Ihr Schutz habe höchste Priorität. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) schließt sich diesem Appell an.

Der DBfK fordert umfassenden Schutz von Pflegefachpersonen.Foto: Werner Krüper

"Zu dieser lebenswichtigen Unterstützung gehört nicht nur die geeignete persönliche Schutzausrüstung in der benötigten Menge, sondern insbesondere auch die entsprechende Zahl von Pflegefachpersonen. Es muss sichergestellt sein, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig abgelöst werden, Pausen nehmen können und genügend Erholungszeit zwischen ihren Einsätzen haben", so DBfK-Präsidentin Prof. Christel Bienstein.

Die physischen und psychischen Belastungen in der Pflege seien enorm hoch. Zudem sei damit zu rechnen, dass die Krise länger andauere. "Die Fürsorgepflicht jedes Arbeitgebers und die Notwendigkeit, gerade die Beschäftigten im Gesundheitswesen arbeitsfähig und gesund zu halten, gebietet es, eine chronische Überlastung zu verhindern", so Bienstein.

Die jetzige Krise zeige allerdings auch, dass das deutsche Gesundheitswesen nicht gut genug auf Epidemien und andere Katastrophen vorbereitet sei. "Das reicht von der zu geringen Ausstattung mit Pflegefachpersonal über die Gestaltung der Versorgungsketten [...] bis hin zu der Frage, warum die Kompetenz der größten Berufsgruppe im Gesundheitswesen – Pflege – in den Expertenrunden für den Krisenfall kaum eingebunden ist", gab Bienstein zu bedenken. Laut DBfK müsse man nach Abflauen der akuten Corona-Krise diesbezüglich Anpassungen vornehmen.

Passend zum Thema: Coronavirus: Pandemieplan für stationäre  Pflegeeinrichtungen

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4 Kommentare

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Unbekannter Nutzer

13. Mrz 2020

Ich gebe Frau Bienstein Recht!!!! Dieses Zitat "Die Fürsorgepflicht jedes Arbeitgebers und die Notwendigkeit, gerade die Beschäftigten im Gesundheitswesen arbeitsfähig und gesund zu halten, gebietet es, eine chronische Überlastung zu verhindern", so Bienstein." kann ich nur unterstreichen. Es gibt viel zu viele Pflegekräfte, die sich ausnutzen lassen, weil sie ihre Rechte nicht kennen oder Angst haben, ihre Rechte einzufordern, oft auch aus Mangel am Wissen dieser. Und viele Arbeitgeber schauen auf den Profit. Die Rendite für Investitionen im Pflegesektor steigt, aber die Fürsorgepflicht so manchen Arbeitgebers lässt zu wünschen übrig Es gibt ein Sprichwort, das heißt: "Wer sich zum Gras macht, wird getreten." Wenn Pflegekräfte nur alleine erst mal auf ihre Gesundheit schauen würden und z.B. die gesetzlich vorgeschriebenen Pausen oder Ruhezeiten einfordern würden, wenn Arbeitgeber dadurch signalisieren würden 'Mitarbeiter, Du bist wertvoll und ich verhalte mich auch Dir gegenüber respektvoll', dann hätte bestimmt so manche Pflegekräfte wieder Lust zu arbeiten. Wenn Arbeitgeber beachtenswerte Renditen zugunsten respektvollem Personalwesen umschichten würden, gäbe es meines Erachtens wieder mehr Pflegekräfte, die v.a. nicht wegen chronischer Überforderung krank sind oder den Beruf aufgegeben haben. Es hat keinen Sinn, sich als Pflegekraft kaputt machen zu lassen. So werden es nur immer weniger. Deshalb, liebe Pflegekräfte, fordert eure Rechte ein!

Unbekannter Nutzer

12. Mrz 2020

Ich schließe mich nahtlos meinen "Vorschreiberinnen" an. Wie wäre es denn, wenn alle Pflegefachkräfte, die sich aktuell beim MDS oder in anderen Berufen befinden dazu verpflichtet werden ihren Dienst in einer Pflegeeinrichtung oder im ambulanten Bereich leisten müssten. Ob MDK oder FQA, die Prüfungen gehören bis auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Vielleicht ändert sich auch hier mal wieder das Bewusstsein der Prüfer, wenn Sie an der "Front" arbeiten müssen. Das ist zwar nur ein Tropfen auf den heißen Stein, wäre aber zumindest mal ein Anfang.

Unbekannter Nutzer

12. Mrz 2020

Diese Pläne von jeglichem Verband mögen gut gemeint sein, sie werden aber das Problem nicht einmal annähernd lösen. Wo nicht genug Personal ist, kann nicht umfangreich gearbeitet, geschweige denn alle Hygienevorschriften auch nur im Ansatz umgesetzt werden. Was nützen uns, den Pflegekräften, Expertenrunden, Vorgaben, Vorschriften, Verfahrensanweisungen...etc, wenn wir einfach zu wenige sind. jetzt ist die Krise da, und nun ganz plötzlich fällt auf, dass nicht genug Personal da ist...???? Da fühle ich mich als Pflegekraft noch weniger wertgeschätzt als vorher schon. Pflegekräftemangel ist seit Jahren ein Thema.....aber gelöst wird es nicht! Und jetzt sollen die paar übrigen Pflegekräfte noch mehr schuften und auf Freizeit verzichten, damit die Patienten/ Bewohner etc. versorgt werden können? Ironie! Und wenn diese Krise überstanden ist, und alles wieder normal läuft, werden die ach so tollen, sich kaputt arbeitenden Pflegekräfte, von denen es viel zu wenig gibt, wieder in der Versenkung verschwinden.....und arbeiten wie bisher. Wir Pflegekräfte sind nicht euer Fußvolk das ihr hin und her schupsen könnt, wie es euch gefällt. Pflegeexperten, setzt euch endlich mal spürbar für uns ein! Positionspapiere nützen nichts, das kostet nur Papier. Wir brauchen in der Pflege vernünftige Rahmenbedingungen, die müssen stimmen und endlich mal angepasst werden. Die Politik dreht nicht an den richtigen Schrauben und Ihr schaut nur zu! Handeln wäre toll, und der richtige Moment ist es auch! Wenn nicht jetzt wann dann? Bei der nächsten Pandemie?

Unbekannter Nutzer

12. Mrz 2020

toll.... was jetzt nicht so alles von verschiedenen Verbänden etc. gefordert wird > da Pflegekräfte bekannterweise schon so lange nicht ausreichend vorhanden sind, wir uns leider auch keine backen können (Ironie aus) - wäre es sehr hilfreich, sich nicht nur dem Appel anzuschließen sondern konkret zu benennen, wie die entsprechende Zahl von Pflegefachpersonen sicherzustellen ist...

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