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29. Jul 2020 | News

DBfK weist auf regionale Unterschiede hin

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Nordwest hat die Pflegegehälter im Nordwesten nach Bundesländern aufgeschlüsselt und so noch einmal auf die regionalen Unterschiede aufmerksam gemacht.

Trotz steigender Gehälter werden Beschäftigte in Pflegefachberufen schlechter bezahlt als der gesamtdeutsche Durchschnitt. Foto: Adobe Stock/kentoh

Zwischen den Pflegefachberufen klaffe je nach Beschäftigungsfeld nach wie vor eine Lücke, so der Verband. So verdienten Pflegefachpersonen in der Altenpflege immer noch deutlich weniger als Gesundheits- und Krankenpfleger und -pflegerinnen. Nicht zu unterschlagen seien aber auch hier die regionalen Unterschiede, wie folgende Zahlen anhand des Entgeltatlas zeigen:
Altenpflege
Schleswig-Holstein: 2.964 Euro
Hamburg: 3.204 Euro
Bremen: 3.029 Euro
Niedersachsen: 2.841 Euro
Nordrhein-Westfalen: 3.134 Euro
Gesundheits- und Krankenpflege
Schleswig-Holstein: 3.550 Euro
Hamburg: 3.564 Euro
Bremen: 3.686 Euro
Niedersachsen: 3.493 Euro
Nordrhein-Westfalen: 3.667 Euro
Im Vergleich der Bundesländer war Baden-Württemberg 2019 erneut Spitzenreiter mit 3.326 Euro als Medianentgelt für eine Altenpflegefachkraft, gefolgt von Bayern mit 3.217 Euro und Hamburg mit 3.204 Euro. Somit gehört mit Hamburg ein Bundesland, das im Norden liegt zu den Top 3.

Im Durchschnitt verdienten vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in Deutschland 3.994 Euro brutto pro Monat im Jahr 2019. Zwar seien laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit die Gehälter in der Pflegebranche mittlerweile gestiegen. Dennoch lägen die Pflegefachberufe immer noch deutlich unter dem Durchschnittsgehalt über alle Branchen. Laut Bundesagentur für Arbeit betrug das mittlere Entgelt für Altenpfleger und Altenpflegerinnen im Jahr 2019 in Deutschland 3.032 Euro, das für Gesundheits- und Krankenpflegende 3.547 Euro.

"Trotz längst erforderlicher Meldungen über steigende Gehälter in den Pflegeberufen gibt es keinen Grund, sich auf Lorbeeren auszuruhen, die sich noch niemand verdient hat" sagt Martin Dichter, Vorsitzender des DBfK Nordwest. Die Gehaltsentwicklung in den Pflegefachberufen weise lediglich in die richtige Richtung bei einem weiterhin konstant niedrigen Niveau. Die aktuellen Zahlen zeigten auf, wie weit der Weg für Arbeitgeber und Gewerkschaften noch sei, um die Gehälter in den Mangelberufen der Pflege auf das Durchschnittsniveau aller Gehälter in Deutschland anzuheben.
Das Gehalt sei und bleibe ein entscheidender Faktor der Attraktivität eines Berufs. Um Menschen in den Pflegeberufen zu halten und neu für diese zu begeistern, müssten die Gehälter der Pflegeberufe unbedingt wieder konkurrenzfähig werden. Der DBfK Nordwest fordere vor dem Hintergrund eines eklatanten Personalmangels ein Einstiegsgehalt von 4.000 Euro brutto für alle Pflegefachberufe.

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