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12. Jun 2018 | Betreuung

Die Märchengartensaison ist eröffnet

Der Märchengarten im Ansgarhaus in Hannover geht in seine dritte Saison. Die Idee, die im Rahmen einer Facharbeit zur Weiterbildung zur psychiatrischen Begleitungsfachkraft entstanden ist, hat sich bewährt. Aktivieren hat mit Initiatorin Ramona Rücker über ihr Konzept und dessen Umsetzung gesprochen.

Viele Angehörige besuchen mit ihrem demenzbetroffenen Partner oder Elternteil den Garten. Das Märchenthema nimmt ihnen einen Teil der Sprachlosigkeit.Foto: Ramona Rücker

Märchen öffnen Türen, hinter denen das Leben, die Erinnerungen und die Emotionen verborgen sind. Märchen sprechen die Gefühlsebene an. Märchen bilden Brücken zwischen den Generationen. Das ganz persönliche Kopfkino wird angeschaltet. Das alles hat Rücker, die die Soziale Betreuung im Ansgarhaus leitet, während der Märchenarbeit erfahren. "Wenn wir erzählen und zuhören, fühlen wir uns verbunden und voller Leben – umso mehr, wenn wir uns in der Natur aufhalten", weiß Rücker. In der Märchenstunde entstehe mal eine sehr entspannte, dann wieder eine lebhafte und kommunikationsfördernde Stimmung.

Rücker ist es wichtig, dass die Bewohner die Sinneswahrnehmungen unter freiem Himmel in einem geschützten Areal genießen können. So hat sie begonnen, einen Märchengarten zu planen. Die Idee war, Märchen und Garten miteinander zu verbinden. Dazu Rücker (Autorin von Dokumentation in der Betreuungsarbeit): "Frische Luft, Bewegung und Spaß sowie Freude vermitteln in der Märchenstunde. Das steht an oberster Stelle. Schließlich werden Natur und Gärten von alters her eine heilende, beruhigende Wirkung zugesprochen." Die psychischen Begleiterscheinungen der Demenz, wie Angst, Unsicherheit, Unruhe oder Apathie, können laut Rücker durch einen Garten und die Natur positiv beeinflusst werden. Genau das erlebe sie im Märchengarten.

Mit welchen Elementen sie den Garten gestaltet hat und wie sie den Garten in die tägliche Betreuungspraxis integriert, erzählt Ramona Rücker in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift sowie im Video. Sie kennen Aktivieren noch nicht? Dann sichern Sie sich Ihr kostenloses Probeexemplar.

Essen als basale Stimulation

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Essen als basale Stimulation

Essen ist weit mehr als Selbsterhaltung durch Nahrungsaufnahme. Auch die Lust am Geschmack, am Duft, am Leben gehört dazu. Es fördert das Zusammenleben in der Gemeinschaft, strukturiert den Tagesablauf, liefert Gesprächsstoff und weckt Erinnerungen. Doch gerade bei Demenzkranken ist Esskultur ein selten diskutiertes Thema. Wie sich auch die Ernährung von demenziell Erkrankten durch unkonventionelle Ideen erlebnisreicher und genussvoller gestalten lässt, zeigt Markus Biedermann, Experte für die Entwicklung von Verpflegungskonzepten in Altenheimen. Der theoretische Teil des Buches behandelt Aspekte der senilen Demenz, Malnutrition, Riech- und Schmeckstörungen, beschreibt das Essen reichen, die Trinkkultur sowie Fingerfood. Im praktischen Teil erläutert der Autor anhand von Untersuchungen die Umsetzung vom Kochen am Bett, Fingerfood und Eat by Walking. Gleich zum Ausprobieren mit verschiedenen Rezepten, einem Fragebogen zur Essbiographie und Beobachtungsbögen, die sich gut in der Praxis einsetzen lassen.

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