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18. Jan 2018 | News

"Die Personalsituation ist dramatischer denn je!"

Der Status quo in der stationären Langzeitpflege zeigt eine Pflege am Limit. "Die Personalsituation in Alten- und Pflegeheimen ist dramatischer denn je", sagte jetzt Monika Gaier, Chefredakteurin der Fachzeitschrift Altenpflege, im Vorfeld des Kongresses "ForumAltenpflege", der am 19. und 20. Januar 2018 in Berlin stattfindet.

"Die Personalsituation in Alten- und Pflegeheimen ist dramatischer denn je": Monika Gaier, Chefredakteurin der Fachzeitschrift Altenpflege.Foto: Giesel

Laut Fachkräfte-Engpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit (BA) aus dem vergangenen Jahr bleibe eine offene Stelle für eine Altenpflegefachkraft durchschnittlich 167 Tage unbesetzt, so Gaier im Rahmen einer Pressekonferenz – "67 Tage länger als in anderen Branchen". An dieser Situation etwas zu ändern, brauche es "dringend wirksame Maßnahmen".

Vonnöten sei Gaier zufolge nicht zuletzt eine "grundsätzliche Besserstellung des Altenpflegeberufs". Dazu gehörten unter anderem eine angemessene Entlohnung, Verbesserungen in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie eine insgesamt höhere Wertschätzung für die Arbeit der Altenpflegekräfte durch die Gesellschaft. Hier zeigten die Sondierungsgespräche zwischen CDU/CSU und SPD "gute Ansätze", so Gaier. Aber die Pflegekräfte erwarteten, dass "den Versprechungen endlich Taten folgen".

Zum zweitägigen "ForumAltenpflege", veranstaltet vom Medienhaus Vincentz Network in Kooperation mit dem "Kongress Pflege 2018" des Verlagshauses Springer Pflege, werden als Teilnehmer rund 200 Fachkräfte aus der Altenpflege erwartet. Der Kongress wartet mit 20 Vorträgen zu unterschiedlichen Themen aus Pflege-Management und Pflegepraxis auf.

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1 Kommentare

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12. Feb 2018

Bin seit 1988 exam. Altenpflegerin. 1. Wie kann das sein das man für gleiche Arbeit in verschiedenen Heimen sehr unterschiedlich bezahlt wird - für die gleiche Arbeit. 3 Schichtsystem und dann diese grobfahrlässige Bezahlung. Natürlich wenn ich nicht Wert geschätzt werde über den Lohn dann entwickelt sich eine Gleichgültigkeit - so wie der Arbeitgeber/Staat so gebe ich meine Wertschätzung weiter - nur noch was ich muss. Auch das ständige Einspringen bei Kollegenausfall. Ganz früher waren für solche Fälle Mitarbeiter für Bereitschaften da- die auch für die Warteposition bezahlt wurden. Alles abgeschafft. Nein es geht nicht mehr so weiter. Ausserdemmuss für 4-6 Bewohner 1 Mitarbeiter sein- kann auch Altenpflegehelfer sein und der exam. nur noch für Wunden, Spritzen Schreibkram,und wenn er an manchen Tagen Zeit hat noch in die Pflege eingreift. Alteenpflege an die Börse - unglaublich - nie hätte ich gedacht das ich soetwas erleben muss - P F U I ! ! ! ! Allein für 62 Bewohner und 10 Heimgebundene Wohnungen in der Nacht - es war der Horror - dann ein Herzinfarkt - Notarzt und alle Klingeln weil die Schlafzeit bei älteren Bewohner sich verkürzt bzw. spüren die Heimbohner auch die Unruhe im Heim. Nie wieder allein Nachtwache egal ob 30 -40 oder 60. Man kann es menschlich gerecht n i c h t leisten. Kann mir jemand sagen wie man soetwas schaffen soll - den Notarzt in Empfang nehmen, den Weg zum Problemfall begleiten- die Akten zur Person holen und es K L I N G E L T unaufhörlich überall. Mann hat kein zusätzlichen Kollegen der ein zur Seite steht und auf die Klingel geht. Diese Situationen über Jahre gingen auf Kosten meiner Gesundheit. Danke Staat ! ! ! ! ! das Du über Jahrzehnte die Augen und Ohren zugehaltenhast denn diese Probleme werden seit Jaaahhhrrren immmer angeprangert.

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