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20. Aug 2018 | News

Einwanderungsgesetz: Der Altenpflege dürfte es nutzen

Die Bundesregierung aus CDU, CSU und SPD hat sich Medienberichten zufolge auf Eckpunkte für ein Einwanderungsgesetz verständigt. Im Zentrum der Vereinbarung stehen nicht Hochschulabsolventen, sondern Einwanderer mit Berufsausbildung. Profitieren sollen am Ende vom Fachkräftemangel besonders gebeutelte Branchen wie etwa die Altenpflege.

Was lange währt, wird endlich gut: Die Bundesregierung hat sich auf Eckpunkte für ein Einwanderungsgesetz verständigt. Der Altenpflege etwa könnte ein solches Gesetz bei der Bekämpfung des Fachkräftemangels helfen.Foto: kamasigns/AdobeStock

Zentraler Punkt der Vereinbarung: Die Regierung besteht künftig nicht mehr auf der Bevorzugung einheimischer Bewerber bei der Besetzung einer offenen Stelle. "Wir verzichten im Grundsatz auf die Vorrangprüfung", heißt es wörtlich in dem Papier. Das hieße, dass künftig etwa die Zuwanderung von Pflegekräften aus dem Ausland erleichtert würde. Außerdem soll es Fachkräften mit einer qualifizierten Ausbildung fortan erlaubt werden, für sechs Monate nach Deutschland zu kommen, um sich eine Arbeitsstelle zu suchen. Allerdings unter der Bedingung, dass sie gut Deutsch sprechen und ihren Lebensunterhalt selbstständig bestreiten können.

In einer ersten Reaktion begrüßte der Arbeitgeberverband Pflege (AGVP) das Eckpunktepapier für ein Einwanderungsgesetz, forderte aber, es müsse in der praktischen Anwendung klare und unkomplizierte Regelungen geben. "Wir brauchen zwingend eine zentrale Anerkennungsstelle für Pflegeberufe, die das Einwanderungsgesetz sinnvoll ergänzt", sagt AGVP-Sprecher Friedhelm Fiedler, "ganz entscheidend wird zudem sein, in welcher Art und Weise Visa erteilt werden." Heute herrsche, was das betreffe, ein "totales Tohuwabohu", das der "Handlungs-Willkür" Tür und Tor öffne.

Die Politik hatte rund 20 Jahre vehement über Sinn  oder Unsinn eines Einwanderungsgesetzes diskutiert und gestritten. Aktuellen Plänen zufolge soll ein solches Gesetz nun bereits vor Weihnachten verabschiedet werden.

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