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28. Sep 2018 | News

Ergebnis einer Studie: Muslime tragen christliches Profil mit

Das christlich geprägte Profil von diakonischen Einrichtungen wird, sofern kein Druck aufgebaut wird, auch von Beschäftigten muslimischen Glaubens und von Konfessionslosen respektiert und unterstützt. Das hat eine Studie des Instituts für Diakoniewissenschaft und Diakonie-Management der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel ergeben.

Ergebnis einer aktuellen Studie: Sofern kein Druck aufgebaut wird, tragen auch Beschäftigte muslimischen Glaubens das christlich geprägte Profil von diakonischen Einrichtungen mit.Foto: AdobeStock/Brian Jackson

Auch muslimische Beschäftigte, so Studienleiterin Beate Hofmann, trügen in diakonischen Einrichtungen Andachten, Tischgebete oder christliche Sterbe- und Trauerrituale mit. Sie hätten laut den Ergebnissen der Studie auch weniger Berührungsängste gegenüber einem christlichen Arbeitsumfeld als Mitarbeiter ohne Konfession. Insgesamt ist der Untersuchung zufolge die Bereitschaft zur Beteiligung an christlichen Ritualen individuell unterschiedlich. Während einige vorbehaltlos teilnähmen, umgingen andere etwa das Gottesdienstangebot. Entscheidend für die Akzeptanz religiöser Praxis in den Einrichtungen sei vor allem die Religiosität der Bewohnerinnen und Bewohner.

Die befragten Mitarbeiter erklärten, dass das "Diakonische" für sie nicht auf die religiöse Praxis beschränkt sei. Ihrer Ansicht nach machen ein menschlicher Umgang unter den Kollegen, Achtsamkeit gegenüber den Wünschen und Bedürfnissen der Bewohner sowie die Präsenz von Diakonen, Seelsorgern und Pfarrern eine evangelische Einrichtung aus. Auch eine Abschiedskultur in Form von Sterbe- und Trauerritualen spiele für sie ein wichtige Rolle.

Die Studienleiterin sieht in den diakonischen Unternehmen Verbesserungsbedarf. Sie sollten entsprechende Fortbildungen und Einführungstage für nicht evangelische Beschäftigte anbieten, empfahl die Theologin. Außerdem sollten die Träger kultursensible Führungskräfte auswählen und unterstützen, und der Religion muslimischer Mitarbeiter sollte mehr Raum gegeben werden.

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