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26. Nov 2018 | News

Fast jede zweite ehemalige Pflegekraft kann sich eine Rückkehr vorstellen

48 Prozent der ausgebildeten Pflegekräfte, die ihrem Beruf in den vergangenen Jahren den Rücken gekehrt haben, können sich einen Wiedereinstieg in die Pflege vorstellen. Das hat die #PflegeComeBack-Studie des Medizin- und Pflegeprodukteherstellers Hartmann ergeben, die heute in Berlin vorgestellt wurde.

Ergebnis einer aktuellen Studie: 48 Prozent der ausgebildeten Pflegekräfte, die ihrem Beruf in den vergangenen Jahren den Rücken gekehrt haben, können sich einen Wiedereinstieg in die Pflege vorstellen.Abbildung: Paul Hartmann AG

Ihre Bereitschaft für eine Rückkehr in die Pflege knüpfen die Befragten an vielfältige Veränderungen. Am häufigsten werden "andere Strukturen und Arbeitsbedingungen" genannt: 42 Prozent betrachten diesen Aspekt als wichtige Voraussetzung. Mehr als ein Drittel der Befragten (36 Prozent) fordern mehr Personal. Bessere Bezahlung bewerten 30 Prozent als entscheidenden Faktor.

Um einen möglichen Wiedereinstieg zu vereinfachen, sehen die Befragten vor allem Trainings als wichtigstes Mittel an (71 Prozent). 67 Prozent betrachten einen Schnuppertag als besonders hilfreich. Darüber hinaus gibt es einen großen Bedarf an Informationen, etwa zu möglicherweise verbesserten Rahmenbedingungen (62 Prozent) sowie zu veränderten Arbeitsbedingungen (55 Prozent).

Die #PflegeComeBack-Studie untersuchte auch, inwiefern ehemalige Pflegekräfte über aktuelle politische Maßnahmen informiert sind, die zu Verbesserungen in der Pflege führen sollen. Demnach ist 50 Prozent der Befragten bekannt, dass es mehr Personal in der Alten- und Krankenpflege geben soll. 40 Prozent haben nach eigenen Angaben Kenntnis von der Anwerbung ausländischer Pflegekräfte. 30 Prozent wissen von angestrebten Lohnsteigerungen.

"Fast die Hälfte der ehemaligen Pflegekräfte würde zurückkehren", zieht Andreas Joehle, Vorstandsvorsitzender der Paul Hartmann AG, ein positives Fazit und beziffert die Zahl potenzieller Rückkehrer auf 120.000 bis 200.000 Personen, "der Beruf wird trotz aller Herausforderungen von sehr vielen Menschen noch als Berufung verstanden. Hier können wir ansetzen, um dem Pflegekräftemangel pragmatisch und effektiv entgegenzutreten."

Im Auftrag des Unternehmens hatte das unabhängige Forschungsinstitut Psyma Health & CARE ehemalige Pflegekräfte befragt. Es gab 21 qualifizierte Tiefeninterviews und 50 quantifizierte Ergebnisse. 77 Prozent der Teilnehmenden sind Frauen. Das Durchschnittsalter beträgt 41 Jahre. Der Pflegeberuf wurde vor durchschnittlich 3,3 Jahren aufgegeben. Es handelt sich bei den befragten Personen zu 52 Prozent um ehemalige Krankenpfleger, zu 39 Prozent um ehemalige Altenpfleger und zu 8 Prozent um ehemalige Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger.

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