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05. Nov 2020 | News

"Jubelmeldungen verschleiern die Probleme im Beruf"

"Jubelmeldungen über steigende Ausbildungszahlen in der Pflege verschleiern die Probleme im Beruf", kommentiert Pia Zimmermann, Sprecherin für Pflegepolitik der Fraktion Die Linke, aktuelle Analysen des Statistischen Bundesamts (wir berichteten).

Entscheidend seien die Ausbildungsabschlüsse und der längere Verbleib im Pflegeberuf, so Pia Zimmermann, Sprecherin der Linken für Pflegepolitik.

Foto: Maik Brückner

Zur Wahrheit gehöre, dass die Abbrecherquoten in den Pflegeberufen in den vergangenen zehn Jahren bis zu einem knappen Drittel eines Ausbildungsjahrgangs betrugen, so Zimmermann. "Auszubildende erleben in ihren Praxiszeiten, dass sie große Teile des Wissens und der Fähigkeiten, die sie erlernen, wegen Personalnot und Zeitmangel als Fachkräfte niemals im Arbeitsalltag umsetzen können. Die Arbeitsbedingungen in der Pflege sind so schlecht, dass sie selbst auf motivierte Berufsanfänger abschreckend wirken."

Es sei zu befürchten, dass insbesondere in der Altenpflege die Zahl der Berufseinsteiger zurückgehen werde, wenn der Abschluss in der nun generalistischen Pflegeausbildung, die gerade erst begonnen hat, den Weg in alle Bereiche der Pflege öffnet. Denn dort würden Fachkräfte noch immer mehrere Hundert Euro pro Monat weniger als im Krankenhaus verdienen. Außerdem verließen Altenpflegekräfte den Beruf durchschnittlich nach 8,4 Jahren, Krankenpflegekräfte nach 13,7 Jahren.

Der Schlüssel zu einer besseren Personalausstattung seien bessere Arbeitsbedingungen und steigende Löhne. "Solange die Bundesregierung hier nicht ernsthafter ansetzt, werden alle anderen Maßnahmen die Situation in der Pflege für Beschäftigte und Betroffene zu verbessern, ins Leere laufen", so Zimmermann abschließend.

Spielen in der Ausbildung

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Spielen in der Ausbildung

Auszubildende in der Pflege müssen vieles lernen. Von Pflegeprozessen bis zu Krankheitsbildern. Beim Lernen und Erfassen des Stoffes unterstützen die „Spiele für die Ausbildung“. Mit acht verschiedenen Spielen lässt sich das Pflege-Know-how ganz spielerisch vertiefen und trainieren. So macht das gemeinsame Lernen zur Prüfungsvorbereitung, im Unterricht oder in der privaten Azubi-Runde gleich viel mehr Spaß. Also, auf geht’s zur ersten Runde „Pflegepoker“ oder der Domino-Partie zum Thema Parkinsonsyndrom. Die Spielevorlagen (PDF-Dateien) lassen sich schnell herunterladen. Sie sind ideal für Lehrende wie Lernende.

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1 Kommentare

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06. Nov 2020

Wo sie Recht hat hat sie recht - hier wird das allseits bekannte Problem benannt, aber auch eine konkrete machbare Lösung aufgezeigt! ... nur reichen wird das leider nicht, seit Jahren (!) wird nur aufgezeigt, angemahnt, Aufschrei durch die Presse/ Politik etc., Aktionen der Betroffenen verlaufen im Sand (z.B. Pflege am Boden - hier haben wir den Mut/ Aktionismus verloren)

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